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User-Tracking im Netz Wir wissen genau, wo du geklickt hast

Geheimnisse haben im Netz einen schweren Stand. Denn egal, was wir uns ansehen: Unser Verhalten wird im Netz registriert, kontrolliert und monetarisiert. Die Website «Clickclickclick.click» führt einem das vor Augen – auf ernste und gleichsam heitere Weise.

Ein Mann an einem Laptop.
Legende: Nichts bleibt ungesehen: Unsere Verhalten im Netz ist kein Geheimnis. GettyImages / Bildschirmaufnahme / Bildmontage

Worum geht’s?

«Subject entered Website», «No movement for 30 seconds», «Subject has moved to the top right area»: Was aus einem Drehbuch für einen – zugegeben – etwas lahmen Spionagethriller stammen könnte, ist das Protokoll meines Klickverhaltens – registriert auf der Website «clickclickclick.click»., Link öffnet in einem neuen Fenster

Das Design der Seite ist simpel: In der Mitte prangt lediglich ein grüner Button. Die Webseite registriert, ob und wieviel man auf den Button klickt, ob man den Cursor nach oben oder nach links, sich schnell oder langsam bewegt – oder gar versucht, die Seite zu verlassen. Das Klickverhalten wird protokollartig festgehalten. Zudem spricht eine Stimme – ein Bot – im Hintergrund und analysiert das Klickverhalten.

Warum ist’s interessant?

Immer wieder liest man von Algorithmen – und wie sie unser Verhalten im Netz beeinflussen und überwachen. Wie das funktioniert, bleibt oft schleierhaft. Auch «Clickclickclick.click» erklärt das nicht im Detail. Die Seite führt aber auf simple Art und Weise vor Augen, wie gläsern unser Verhalten im Netz ist.

Die Macher selbst – ein holländisches Media-Lab – sagen, Ziel ihres Projekts sei es, auf «lustige und dramatische Art und Weise zu zeigen, wie Daten über User gesammelt werden.» Die Stimme im Hintergrund: Sie macht das Erlebnis einerseits unheimlich, dank ihrem ironischen Ton aber auch – im Vergleich zu sonstigen Umgang mit dem ernsten Thema Tracking – erfrischend unterhaltsam.

Obwohl vielen Internetnutzern bewusst ist, dass sie im Netz auf Schritt und Tritt beobachtet werden, kümmert das die meisten im Moment des Surfens wenig. Bei «Clickclickclick.click» gibt es keine Ablenkung – man klickt nur. Das könnte zur Sensibilisierung beisteuern.

- Die Website «clickclickclick.click», Link öffnet in einem neuen Fenster

Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

2 Kommentare

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