Der meteorologische Winter geht alles andere als winterlich zu Ende. Seit Dienstag ist es ungewöhnlich mild. Am Freitag purzelte sogar ein Rekord: In Fahy/JU wurde zum ersten Mal seit Messbeginn im Jahr 1981 die 20-Grad-Marke im Februar erreicht.
In der ersten Märzwoche bleibt es mit Höchstwerten zwischen 13 und 18 Grad sehr mild, wenn auch nicht ganz so aussergewöhnlich.
Der Februar war insgesamt mehr als 3 Grad wärmer als im Schnitt der Jahre 1991 bis 2020. So erwachte auch die Natur um einiges früher: Sei es der Kleine Fuchs, die Krokusse oder der verfrühte Pollenflug.
Wie im Frühling
Von Genf über Basel bis Davos: Die Höchsttemperaturen der letzten Februarwoche treten im langjährigen Schnitt erst zwischen Ende April und Mai auf.
Das heisst, im Mai wären solche Werte «normal», Ende Februar sind sie hingegen ungewöhnlich. Dabei werden die Höchsttemperaturen vom Südwesten der Schweiz nach Nordosten immer aussergewöhnlicher.
Eisiger Februar vor acht Jahren
Im Jahr 2018 erlebten wir praktisch das genaue Gegenteil. Es war kälter als normal. Besonders eisig war dabei genau jene Phase, in der wir aktuell besondere Wärme erleben. In Bern betrug der «Höchstwert» am 27. Februar 2018 nur -6.8 Grad.
Fast schon Tag für Tag war der diesjährige Februar etwa so viel wärmer, wie der Februar 2018 kälter war als die Norm. Ein besonderer Zufall, der zeigt, wie faszinierend unterschiedlich unser Wetter sein kann.
Wetternews, wie auch die aktuellen Höchstwerte, gibt es jeweils im Meteoticker: