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Staubiger Gruss aus der Wüste 40'000 Tonnen Saharastaub über der Schweiz

Der Himmel ist trotz Hochdruckwetter eingetrübt und schuld daran ist der Saharastaub. Er hinterlässt vielseitige Spuren.

Südliche Höhenwinde haben den mineralischen Feinstaub aus der Saharawüste mehr und mehr nach Europa verfrachtet.

Erst am Wochenende dünnt sich die Ladung Saharastaub allmählich aus. Am massivsten zeigte sich der Feinstaub am Donnerstag und am Freitag - der Himmel war alles andere als tief blau.

Saharastaub trübt das Hochdruckwetter

Wie viel Saharastaub ist eigentlich in der Luft?

Eine ganze Menge. Nach den Modellen befanden sich am Donnerstag und Freitag schätzungsweise über der Schweiz rund 1 Gramm Saharastaub auf einem Quadratmeter Luftsäule. Das macht gerundet 40'000 Tonnen Staub oder 1,6 Millionen Sandsäcke oder 1'600 Lastwagen. Die Lastwagen würden aneinander gereiht einen Stau von über 26 Kilometer verursachen. Das wiederum entspricht dem eineinhalbfachen des Gotthard-Strassentunnels, was dem Rekordstau von 28 Kilometern im Jahre 2018 nahekommt.

Menge Saharastaub über der Schweiz im Vergleich

Mit wie viel Staub ist an der Erdoberfläche zu rechnen?

Auch wenn die Teilchen im Bereich von Tausendstel Millimetern sehr klein sind, sinken sie mit der Zeit in tiefere Luftschichten. Durch Deposition lagern sie sich am Erdboden, auf Gartenmöbeln und Autos ab. Fällt Regen, wird der Staub effizienter aus der Luft gewaschen. Es bilden sich gut sichtbare Rückstände auf den Oberflächen. Niederschlag ist aber bis am Wochenende nicht in Sicht.

Saharastaub kann aber noch viel mehr

  • Erschwerte Wettervorhersagen
  • Biodünger für den Regenwald
  • Einfluss auf Sturm und Schnee

Saharastaub: Spannende Fakten über den kleinen Alleskönner

Meteosendung SRF 1, 13:00 Uhr

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