Im Winter hat die Sonne nur einen geringen Einfluss auf die Temperatur. Sie steht tief und liefert nur wenig Energie, um die bodennahe Luft zu erwärmen. So sind oft Wind oder sogar Schneefall wichtiger. Wir betrachten dies anhand zweier Beispiele aus der Nacht auf Mittwoch.
Wind wärmt
In der Nordwestschweiz wurde es bei völliger Dunkelheit wärmer. Bis 3 Uhr stieg die Temperatur auf etwas mehr als 12 Grad. Grund dafür war der auffrischende Südwestwind.
Üblicherweise sammelt sich in den langen Winternächten viel kalte Luft im Flachland. Tagsüber erwärmt sich die Luft selbst bei Sonnenschein nur langsam.
Der Wind verhindert die Bildung eines solchen Kaltluftsees oder bläst ihn weg. Hinzu kommt, dass Südwestwind in der Region Basel oder auch Föhn in den Alpen absinkt. Bei dieser Absinkbewegung erwärmt sich die Luft, was zu den milden Verhältnissen beiträgt.
Schneefall kühlt
In derselben Nacht war das Rhonetal windgeschützt. Somit konnten weder die Sonne noch der Wind die Temperatur beeinflussen. Hier spielte der Niederschlag eine wichtige Rolle.
Während der Nacht fiel dort teils anhaltender Regen und Schnee. Ohne Wind kommt in einem Alpental die Niederschlagsabkühlung zum Tragen. Das Schmelzen des Schnees in höheren Lagen benötigt Energie und kühlt dadurch die Luft im ganzen Tal ab. So wurde es über Nacht immer kälter und in den Morgenstunden schneite es bis auf den Talboden.
Ein besonders eindrückliches Ereignis der Niederschlagsabkühlung gab es im April 2025: