Zum Inhalt springen

Header

Audio
Trotz Nein zum Jagdgesetz: Die Wolfsregulierung bleibt ein Thema
Aus HeuteMorgen vom 28.09.2020.
abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Inhalt

Revision des Jagdgesetzes Beim Wolf ist das letzte Wort noch nicht gesprochen

Die Regulierung des Wolfs ist noch nicht vom Tisch. Bereits in der Wintersession sollen neue Vorstösse zur Revision des Jagdgesetzes eingereicht werden.

Das Schweizer Stimmvolk hat das Jagdgesetz, das den Abschuss von Wölfen erleichtert hätte, abgelehnt. Im Ergebnis zeigt sich ein klarer Stadt-Land-Graben. Während die ländlichen Kantone dem Gesetz eher zugestimmt haben, sagten die städtischen Kantone eher Nein.

Das Zusammenleben zwischen urbanen und ländlichen Gebieten wird auf eine harte Probe gestellt.
Autor: Franz RuppenWalliser SVP-Nationalrat

So ist beim Walliser SVP-Nationalrat Franz Ruppen, der sich für das Jagdgesetz eingesetzt hat, die Enttäuschung gross. «Das Zusammenleben zwischen urbanen und ländlichen Gebieten wird natürlich schon auf eine harte Probe gestellt», sagt Ruppen.

Wolf auf einer Wiese
Legende: Beim Thema Wolf gehen die Meinungen zwischen Berggebiet und den städtischen Kantonen auseinander. Keystone

Gegner wollen auf Berggebiet zugehen

Dass das Zusammenleben mit Wölfen Konflikte mit sich bringt, ist auch den Gegnern der jetzt gescheiterten Vorlage bewusst. Man wolle nun das Gespräch mit Vertretern der Berggebiete suchen, sagt Urs Leugger, Zentralsekretär bei Pro Natura: «Wir sind gesprächsbereit, gemeinsam nach Lösungen für ein Nebeneinander von Alpwirtschaft und Wolf zu suchen.»

Wir sind gesprächsbereit, gemeinsam nach Lösungen für ein Nebeneinander von Alpwirtschaft und Wolf zu suchen.
Autor: Urs LeuggerPro Natura

Bereits in der Wintersession sollen neue Vorstösse für einen erneuten Versuch zur Revision des Jagdgesetzes eingereicht werden. Er wolle das tun, sagt Daniel Jositsch, Zürcher SP-Ständerat und ebenfalls Gegner der gescheiterten Vorlage.

Es gebe einzelne Punkte, die man schnell klären könne. «Zum Beispiel haben wir ja kritisiert, dass die Regulierung der jagdbaren Tiere neu bei den Kantonen liegt, doch wir wollen das beim Bund behalten.» Punkte wie diese könnte man schnell anpassen, so Jositsch, «und da finden wir auch wieder eine Mehrheit im Parlament, die vor der Bevölkerung Bestand hat».

Mit dem Nein vom Sonntag ist also die Frage der Regulierung der Wolfsbestände nicht vom Tisch. Um Erfolg zu haben, müsste eine erneute Vorlage aber besser mit den Naturschützern abgestimmt sein.

Jagdgesetz

Eidg. Vorlage: Änderung des Jagdgesetzes

 

  • JA

    48.1%

    1'530'811 Stimmen

  • NEIN

    51.9%

    1'653'873 Stimmen

Heute Morgen, 28.9.2020, 6:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

52 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reto Albertini  (Reto Albertini)
    Herr Ruppen von der SVP ist ein sehr schlechter Verlierer und will hier Stadt gegen Land aufbringen. Er sollte sich einmal mit dem Wolf befassen und nicht nur mit den Subventionen für die Schafe, welche Notabene die bösen Städter bezahlen. Herr Ruppen geht es nicht um die Natur sondern nur ums Geld. Herdenschutz kostet halt zusätzlich etwas, was Leute wie Herr Ruppen und seine Klientel hat für sich behalten möchten.
  • Kommentar von Rolf Müller  (Halu6orm)
    Solange der Wolf genug Futter hat, ist er für den Mensch vermutlich kein Problem. Aber, wenn aus irgendeinem Grund nicht mehr genug Futter da ist, dann ???? Denn jetzt kann er sich problemlos vermehren. Warten wir ab, bis der Wolf einen Mensch angreift.
    1. Antwort von Fritz Hostettler  (hoss)
      warten wir ab bis ein Wolf nach dieser Abstimmung illegal abgeschossen wird.
  • Kommentar von Boris Weibel  (Boris Weibel)
    ich denke, dass ich in den Kantonen wallis, Graubünden sowie in den inner- und ostschweizer Kantonen kein Geld mehr ausgeben werde und dies auch beim Produktekauf beachten werde. regionale Produkte aus der nordwestschweiz (bin basler) kaufen macht wegen dem Klima eh mehr sinn.