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Brandkatastrophe Wie die Westschweizer Politik auf Crans-Montana reagiert

In allen Parlamenten der Westschweiz und im Tessin beschäftigt der Brand von Crans-Montana weiterhin. Ein Überblick.

In den Kantonen Genf und Tessin verlangen Motionen, dass Jugendliche den richtigen Umgang im Fall eines Brands lernen. Und auch im Tessin fordert die FDP eine obligatorische Schulung für 14-Jährige.

Die SVP des Kantons Genf will sowohl Jugendliche als auch das Personal in öffentlich zugänglichen Einrichtungen sensibilisieren. Die Hoffnung ist, dass «die richtigen Handgriffe Leben retten können». Beide Vorstösse wurden noch nicht behandelt.

Der Bericht von RTS mit deutschen Untertiteln:

Im Kanton Freiburg verlangt eine Motion der GLP ein Verbot von pyrotechnischem Gerät. Der Kanton hat als bisher einziger in der Westschweiz auf ein Verbot als Reaktion auf die Katastrophe mit 41 Toten verzichtet.

In den Kantonen Neuenburg, Bern und Jura werden zurzeit Anfragen und Interpellationen eingereicht – etwa zur Frage, wie oft Brandschutzkontrollen durchgeführt werden und wie wirksam diese seien – und ob die zuständigen Behörden auch über die nötigen Mittel verfügen.

Im Kanton Waadt haben Linke und Grüne bereits mehr Unterstützung gefordert – genauso wie eine formelle Verdankung der Gesundheitsdienste. Das Universitätsspital in Lausanne hat mehrere Brandopfer behandelt. Ebenfalls gibt es eine überparteiliche Interpellation, die eine allgemeine Rauchmelderpflicht vorschlägt.

Im Wallis kehrt Ruhe ein

Paradoxerweise ist gerade im Walliser Kantonsparlament Ruhe eingekehrt: Die Parteien haben sich auf eine Art politischen Waffenstillstand geeinigt, um der Trauer Raum zu geben. Aber ein Vorstoss mit indirektem Bezug ist hängig. Dieser stammt vom Sommer 2025, hat aber nun eine neue Brisanz erreicht:

So schlägt die Walliser SP vor, eine kantonale Versicherungspflicht für Gebäude zu schaffen – 19 Kantone in der Schweiz haben eine, der Kanton Wallis bisher nicht.

Der Walliser Staatsrat Stéphane Ganzer will diesen Vorschlag nicht gleich vom Tisch wischen, erinnert aber daran, dass Kontrollen auch in Kantonen mit einer solchen Versicherungspflicht versagt haben, wie er gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) sagt.

Der Walliser Grosse Rat wird wahrscheinlich im März anlässlich der ersten Jahressitzung darüber debattieren.

Schweiz Aktuell, 2.2.2026, 19:00 Uhr;brus

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