Anfang der 1950er-Jahre war die Präparierung der Pisten eine echte Herausforderung. Die Abfahrtsstrecken glichen Buckel- und Löcherfeldern und waren nur den erfahrensten Skifahrern vorbehalten. Doch auch unter diesen kam es oft zu fatalen Skiunfällen.
Eine Lösung dazu bot Ernst Prinoth. Im norditalienischen Grödnertal entwickelte er in seiner Werkstatt 1962 die erste Pistenwalze.
Die Geschichte und heutige Produktion der Pistenraupe:
Heute zählt die Prinoth AG zu den weltweit führenden Anbietern der Branche der Pistenfahrzeuge – und pflegt das Andenken an den Gründer und Erfinder Ernst Prinoth weiter. «Prinoth war eine faszinierende Persönlichkeit. Er war zunächst ein international renommierter Rennfahrer, vor allem aber ein unglaublicher Mechaniker sowie ein visionärer Unternehmer», hebt Klaus Tonhäuser, der Präsident der Gruppe Prinoth, gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) hervor.
Prinoths erster Prototyp sei «ein kettenbetriebenes Nutzfahrzeug» gewesen, «mit dem Ziel, den Schnee zu fräsen und zu verdichten, um die Pisten besser befahrbar zu machen», erläutert Tonhäuser.
1965 stellte Prinoth bei den Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld die «P15» vor, die als Vorläuferin der modernen Pistenraupe gilt. Nach und nach wurden diese Maschinen zu einem zentralen Bestandteil des Betriebs von Skigebieten.
Maschinen, die Hightech geworden sind
Sechzig Jahre später sind Pistenraupen zu wahren technischen Schmuckstücken geworden.
Einige Modelle werden inzwischen mit elektrischen Batterien betrieben.
«Ernst Prinoth hatte eine echte Zukunftsvision. Er versuchte stets, neue Technologien zu integrieren, um Entwicklungen vorwegzunehmen», betont Tonhäuser. «Die heutigen Maschinen hätte er sich damals wohl kaum vorstellen können. Aber er wäre überzeugt gewesen, dass dies der richtige Weg ist.»
Ernst Prinoth starb 1981. Damit erlebte er nur die Anfänge der breiten Einführung seiner Pistenraupen.
Doch seine Idee lebt weiter und hat den Skisport grundlegend verändert – sowohl für Freizeitsportler als auch für Spitzensportlerinnen.