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Diskriminierung 12'600 Unterschriften gegen Rassismus im Schweizer Fussball

Dem Fussballverband ist eine Petition überreicht worden, die konkrete Massnahmen gegen Diskriminierung fordert.

«Stoppen wir den Rassismus im Schweizer Fussball.» Mit diesem Appell ist dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) eine Petition überreicht worden, die konkrete Massnahmen auf allen Ebenen fordert, bei Männern und Frauen, bei Profis und Amateuren.

Person mit schwarzem T-Shirt hält rote Karte und Fussball.
Legende: Jasmine Imboden bei der Übergabe der Petition in Muri bei Bern. KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Lanciert wurde die Petition von Jasmine Imboden, einer schweizerisch-kenianischen Fussballerin, die für den Luzerner Sportclub spielt. Sie ist selbst Opfer rassistischer Angriffe geworden. Zum Handeln entschlossen habe sie sich während eines Spieles in Freiburg in der letzten Saison. Von der Tribüne aus sei sie wiederholt als «Affe» bezeichnet worden.

«Ich spiele seit über 30 Jahren Fussball, und Rassismus gab es schon immer. Aber letztes Jahr war es wirklich genug», sagte die 36-Jährige dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI), während sie in Muri bei Bern dem SFV ihre Petition mit den 12'600 Unterschriften überreichte. Sie verlangt von der Spitze des Schweizer Fussballs, entschlossener zu handeln – und nicht mehr nur Bussen über 500 Franken auszustellen, wie in dem Fall, in dem Imboden beleidigt wurde.

Der SFV darf nicht länger passiv bleiben
Autor: Jasmine Imboden Fussballerin

«Rassismus gibt es auf dem Platz, auf den Tribünen und in den sozialen Medien», so die Fussballerin weiter, die auch für die Junioren-Nationalmannschaft gespielt hatte. «Die Petition ist aber nicht nur gegen rassistische, sondern auch gegen geschlechter- oder nationalitätsbezogene Diskriminierung gedacht.»

Jasmine Imboden im Gespräch bei der Unterschriftenübergabe

Konkret fordert die Petition, dass es bei diskriminierenden Angriffen einen Spielunterbruch und eine Durchsage im Stadion gibt. Wiederholt sich die Situation, soll das Spiel definitiv abgebrochen werden. Zudem wird gefordert, dass die Fälle so schnell wie möglich analysiert und die Schlussfolgerungen öffentlich gemacht werden.

Die Sanktionen müssen zudem klar und abschreckend sein: Bussen, Punkteabzüge, Spiele ohne Publikum. Auch die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter müssten angemessen geschult werden. Und die Fussballvereine müssten, bevor sie ihre Lizenzen erhielten, Präventionsprogramme durchgeführt haben.

«Der SFV darf nicht länger passiv bleiben», so Imboden. Der Ball liegt nun beim Fussballverband.

RSI Seidisera, 22.7.2026, 18 Uhr;weds

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