Aromat gehört seit Generationen auf manche Schweizer Tische. Es ist zu einem Bestandteil des nationalen Kulturguts geworden.
«Aromat ist für mich kein Gewürz, sondern eine Kindheitserinnerung», sagt der Basler Jungunternehmer Michael Oehl. Er ist einer der Initiatoren der Petition, die verlangt, dass Aromat auch künftig in der Schweiz produziert wird.
Schon heute ist die Marke Knorr, unter der die berühmte gelbe Dose vertrieben wird, in ausländischem Besitz. Sie gehört dem britisch-niederländischen Konzern Unilever. Die Produktion ist trotzdem bis heute in der Schweiz verankert, im Werk in Thayngen im Kanton Schaffhausen.
180 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
Jetzt soll die Lebensmittelsparte von Unilever und dem amerikanischen Unternehmen McCormick fusioniert werden. Das ist Anlass zur Sorge um die Zukunft des Standorts Thayngen. Denn das angekündigte Ziel der Fusion ist, Einsparungen zu erzielen.
Für Michael Oehl wäre eine Verlagerung der Aromat-Produktion inakzeptabel. «Unser Aromat kann nicht in amerikanische Hände fallen», findet er. Seine Petition zielt darauf ab, 10’000 Unterschriften zu sammeln, um Druck auf die Behörden und die Geschäftsleitung zu machen.
Die Zukunft der Marke ist nicht nur symbolisch von Bedeutung, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Eine mögliche Schliessung des Standorts Thayngen hätte direkte Folgen für die 180 Angestellten. Noch ist keine entsprechende Entscheidung bekannt geworden. Aber das Thema mobilisiert bereits stark.