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Stimmen aus der Community «dialog»-Community zur Ukraine: «Solidarität ist wichtig»

Die Frage, ob die Schweiz die Ukraine mehr unterstützen solle, löst in der «dialog»-Community eine intensive Debatte aus. Für die einen wäre Unterstützung ein Beweis von Moral und Verantwortung. Für die anderen wäre sie ein Bruch der Neutralität.

Seit über vier Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Und Immer wieder taucht die Frage auf, ob die Schweiz mehr Unterstützung leisten solle. 74 Prozent der «dialog»-Community beantworten sie in einer nicht repräsentativen Umfrage mit Ja.

Die Unterstützung dieses Landes im Krieg bedeutet keinen Bruch der Neutralität, sondern zeugt von moralischer und staatsbürgerlicher Verantwortung
Autor: «Sentinelle Civique» «dialog»-Nutzer

Der User mit dem Pseudonym «Sentinelle Civique» zum Beispiel: «Die Schweiz kann und muss dank ihrer humanitären Tradition und ihrer aktiven Neutralität der Ukraine verstärkt Unterstützung leisten, nicht nur durch humanitäre und medizinische Hilfe, sondern auch durch gezielte diplomatische und wirtschaftliche Unterstützung.»

Er schreibt weiter, dass die Unterstützung der Ukraine keinen Bruch der Neutralität darstelle, sondern von moralischer und staatsbürgerlicher Verantwortung angesichts einer Aggression zeuge, die eine zivile und verletzliche Bevölkerung treffe.

«Neugieriger Beitragender» stimmt zu: «Die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt könnte viel mehr leisten, als die ukrainischen Flüchtlinge hierzulande nur unterzubringen und zu verpflegen.»

Wenn es darum geht, Konferenzen zu organisieren, drängt man sich wieder in die erste Reihe.
Autor: «Neugieriger Beitragender» «dialog»-User

Er fügt hinzu, dass die Schweiz sich, sobald es darum geht, Konferenzen zu organisieren, wieder in die erste Reihe dränge. «Manchmal sollte auch die Schweiz über den eigenen Schatten springen», schreibt er abschliessend.

Menschen an einer Demonstration in Genf zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine.
Legende: Menschen versammeln sich während einer Demonstration zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine auf der Place des Nations vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN) in Genf am Dienstag, 24. Februar 2026. Keystone/Salvatore di Nolfi

«Giglio Selvatico» kontert diese Aussagen. Er kommentiert: «Die Armut nimmt zu und für viele Menschen ist kein Geld da: für ältere Rentner, die nicht über die Runden kommen, für Kranke, denen die Krankenkasse und die Invalidenversicherung nicht genug helfen, für jede Menge Arbeitslose, die in der Sozialhilfe landen.»

Deshalb ist es gut, anderen Ländern zu helfen, wenn das Geld da ist und wenn die Bürger, alle in der Schweiz, würdig leben können.
Autor: «Giglo Selvatico» «dialog»-User

Er schreibt in seinem Kommentar weiter: «Deshalb ist es gut, anderen Ländern zu helfen, wenn das Geld da ist und wenn die Bürger, alle in der Schweiz, würdig leben können.» Wenn nur wenige reich seien und andere Mühe hätten, über die Runden zu kommen, dann sei es wichtig, den Schweizern und den Ansässigen zu helfen, schreibt er weiter.

«Luchs Leser» stellt gar den Boykott Russlands in den Raum: «Unterstützen ist das falsche Wort. Es wäre viel einfacher, wenn die Schweiz Russland boykottieren würde.» «Dahn Swiss» muss widersprechen und fragt: «Glauben Sie wirklich, dass Sie Russland mit Sanktionen in die Knie zwingen können?»

Er ist der Meinung, dass man nicht mit Sanktionen beginnen soll, sondern sich neutral verhalten soll. Denn es gehe um verletzten Stolz, der sich nicht mit Sanktionen brechen lasse.

Diskutieren Sie mit:

Auch «Diego de la Vega» ist der Meinung, dass es nicht nur um die Frage geht, ob die Schweiz die Ukraine mehr unterstützen solle, sondern auch darum, wie dies finanziert werden kann, ohne die Schweizer Bevölkerung zusätzlich zu belasten.

Wenn weitere Mittel gesprochen werden, dann nur mit maximaler Transparenz, klarer Zweckbindung und wo möglich mit Vereinbarungen zu Rückflüssen, Aufträgen oder späteren Investitionen.
Autor: «Diego de la Vega» «dialog»-User

Weiter schreibt er, dass, wenn weitere Mittel gesprochen werden, dann nur mit maximaler Transparenz, klarer Zweckbindung und wo möglich, mit Vereinbarungen zu Rückflüssen, Aufträgen oder späteren Investitionen. «Solidarität ist wichtig, aber sie darf nicht dazu führen, dass die eigene Bevölkerung die Folgen allein trägt.»

Echo der Zeit, 24.2.2026, 18 Uhr;liea

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