- Prinz Harry, Elton John und weitere Kläger werfen dem «Daily Mail»-Verlag illegale Recherchen vor.
- Das Medienhaus soll jahrelang durch Privatdetektive private Informationen der Prominenten beschafft haben.
- Zum heutigen Prozessauftakt in London erscheint der Herzog von Sussex persönlich – das Verfahren ist auf neun Wochen angesetzt.
Anwalt David Sherborne, der die Klägerschaft vertritt, spricht von einer Praxis, bei der Telefonate und Briefe ausgespäht worden seien. Als Indiz nennt er Zahlungen in Millionenhöhe an Privatdetektive sowie intime Berichte über Beziehungen und familiäre Konflikte. So seien auch private Gespräche mit Harrys Bruder William in der Öffentlichkeit gelandet.
Der Verlag weist die Anschuldigungen von sich – es gebe keine strafrechtlichen Verurteilungen von Journalisten in diesem Zusammenhang.
Für Prinz Harry ist es bereits das dritte Verfahren gegen britische Boulevardmedien. Anders als seine traditionell zurückhaltenden Familienmitglieder des Königshauses tritt er hier erneut selbst vor Gericht auf.