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Gesundheitsanalyse 40 Prozent der Krebserkrankungen könnten vermieden werden

  • Weltweit gehen fast 40 Prozent aller Krebserkrankungen auf vermeidbare Ursachen zurück. Das ergibt eine aufwendige Analyse globaler Daten zu Krebsfällen und Risikofaktoren.
  • Auch in der Schweiz könnte demnach rund jeder dritte Krebsfall vermieden werden.

Rauchen, Alkoholkonsum und Infektionen 2022 waren der Analyse zufolge die häufigsten solchen Ursachen. Bei Frauen sind global etwa 30 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar, bei Männern sogar gut 45 Prozent.

Insgesamt sind es rund 38 Prozent, wie eine Gruppe um Isabelle Soerjomataram von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon im Fachmagazin «Nature Medicine» berichtet.

Infektionen als Krebsursachen

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Neu im Vergleich zu ähnlichen Studien für einzelne Länder und Weltregionen ist an der Erhebung die Aufnahme von Infektionen als Krebsursache. Am bekanntesten sind hier Gebärmutterhalskrebs, der vor allem durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird, und Magenkrebs, verursacht häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori.

Hoher BMI und UV-Strahlung als Schweizer Risiken

In der Schweiz gehen bei Frauen rund 29 Prozent und bei Männern gut 37 Prozent auf vermeidbare Faktoren zurück. Allein auf Rauchen sind hierzulande bei Frauen knapp 13 Prozent, bei Männern sogar 21 Prozent der Krebsneuerkrankungen zurückzuführen.

Auch Alkohol, ein hoher BMI, UV-Strahlung und Infektionen spielen in der Schweiz eine Rolle. Bewegungsmangel und Luftverschmutzung hingegen kaum.

Ungleiche Verteilung nach Weltregion und Geschlecht

Die Risiken sind nach Weltregion und Geschlecht ungleich verteilt. Bei Frauen sind in Afrika südlich der Sahara 38 Prozent aller Krebsfälle vermeidbar, in Nordafrika und Westasien dagegen nur knapp 25 Prozent.

Mensch in CT
Legende: Ein Krebspatient wird in der Abteilung für Nuklearmedizin des University College London Hospitals (UCLH) in London einer PET-CT-Untersuchung unterzogen (29.01.2025). Reuters/Isabel Infantes

Häufigste Ursache bei den vermeidbaren Krebserkrankungen sind in grossen Teilen Afrikas und Asiens Infektionen. In Europa, Australien, USA und Kanada herrscht hingegen Rauchen als wichtiger Risikofaktor vor.

Bei Männern ist der Anteil vermeidbarer Krebsfälle in Ostasien mit gut 57 Prozent am höchsten und in Lateinamerika und der Karibik mit etwa 28 Prozent am niedrigsten.

Zur Studie

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Die Forscher nutzten weltweite Datenbanken, um die Krebsneuerkrankungen 2022 mit womöglich auslösenden Faktoren in Verbindung zu bringen. Sie erwogen ausschliesslich Risikofaktoren mit einem nachgewiesenen ursächlichen Zusammenhang mit Krebs, bei denen es ausserdem zuverlässige Daten dazu gibt, wie sehr die Bevölkerung eines Landes ihnen ausgesetzt ist.

SRF 4 News, 03.02.2026, 17 Uhr ; 

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