Aktuelle Veröffentlichungen aus den Akten rund um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sorgen für eine Überraschung. Eine E-Mail legt offen, dass Sarah Ferguson, die frühere Herzogin von York, im Mai 2010 Epstein angeboten hat, seinen Haushalt zu machen. «Ich verstehe nicht, warum du mich nicht einfach als deine Haushälterin einstellst. Ich bin die Fähigste und brauche das Geld dringend. Bitte, Jeffrey, denk darüber nach», zitiert die britische «Mail on Sunday» die Nachricht aus den Akten.
Diese Nachricht stammt aus einer Zeit, als Epstein bereits wegen der Anbahnung von Prostitution Minderjähriger verurteilt worden war, und belegt nicht nur eine Verbindung, sondern offenbar auch finanzielle Abhängigkeiten. Ferguson hatte zuvor öffentlich erklärt, sie habe fast nichts mehr mit Epstein zu tun und verurteile dessen Verbrechen. Doch die neuen Dokumente zeigen, dass sie ihn nicht nur um einen Job bat, sondern ihn auch mehrfach für seine Grosszügigkeit lobte.
Die «Toe-Sucking»-Affäre
Sarah Ferguson sorgte im Laufe ihrer Jahre im Rampenlicht immer wieder für Schlagzeilen. Schon während ihrer Ehe mit dem ehemaligen Prinzen Andrew gab sie zu reden. 1992 kursierten Fotos, die sie beim Sonnenbaden zeigten, während ihr damaliger Partner Geschäftsmann John Bryan ihre Zehen küsste und im Mund hatte.
Ein Bild, mit dem sie damals wochenlang die Titelseiten der Boulevard-Magazine dominierte. Sarah Ferguson und der damalige Prinz Andrew waren zu diesem Zeitpunkt getrennt. Nach dieser Aktion wurde sie aus dem royalen Umfeld verbannt und von der Öffentlichkeit stark kritisiert.
Sie verlangte Geld für Zugang zu ihrem Ex-Mann
Nach der Scheidung 1996 verlor Ferguson ihren Status als «Her Royal Highness» und musste finanziell auf eigenen Beinen stehen. Das gelang ihr nicht besonders gut, wegen massiver Schulden musste sie jahrelang in den USA arbeiten. Die Gründe für ihre finanziellen Probleme: Ihr teurer Lebensstil, falsche Geschäftspartner und gescheiterte Projekte.
Besonders unangenehm wurde es 2010 für sie, als sie der britischen Boulevardzeitung «News of the World» für rund 500'000 Pfund anbot, Zugang zu ihrem Ex-Mann zu verschaffen. Der Skandal schadete ihrem Ruf massiv.
Die Epstein-Dokumente
Ihre langjährige Verbindung zu Jeffrey Epstein wird durch die Akten jetzt sichtbar. Ferguson nahm in der Vergangenheit laut Berichten rund 15'000 Pfund von Epstein an, um persönliche Schulden zu begleichen, und geriet dadurch in die Kritik. In einer E-Mail aus dem Jahr 2011 bezeichnete sie Epstein als «besten Freund». Ausserdem entschuldigte sie sich darin dafür, dass sie sich wenige Wochen zuvor in einem Interview von ihm distanziert hatte.
Fergies Ex-Ehemann Andrew Mountbatten-Windsor stand Jeffrey Epstein ebenfalls sehr nahe. Die beiden waren eng befreundet. 2019 musste Andrew deswegen alle offiziellen Aufgaben niederlegen. Eines der Epstein-Opfer warf ihm Missbrauch vor. Ex-Prinz Andrew bestritt das wiederholt. 2022 erfolgte eine aussergerichtliche Einigung in diesem Fall.