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Panini-Album Das Sammeln und Tauschen geht los – doch es wird teurer

Ab heute sind die Panini-Bildli für die Weltmeisterschaft 2026 in den Läden erhältlich. Mit der steigenden Anzahl von Teams wird es jedoch auch teurer, das Sammelheft zu füllen.

Panini statt Topps: Nach 42 Jahren Partnerschaft verlor Panini die Uefa-Lizenz für die Europameisterschaften an den amerikanischen Konkurrenten Topps. Das Ergebnis fiel gemischt aus. Im EM-Stickeralbum 2024 von Topps waren etwa Stars wie Kylian Mbappé nicht enthalten. Auch die Bildrechte für Nationen wie Deutschland, Italien oder Frankreich lagen ebenfalls weiterhin bei Panini. Das zwang Topps zu Notlösungen: Statt Verbandswappen gab es Nationalflaggen, Spieler wurden ohne Trikot abgebildet. Für die kommende WM ist der italienische Hersteller Panini jedoch wieder am Zug.

Vier Fussball-Sammelkarten eines Spielers aus der Schweiz.
Legende: Seit 1970 produziert Panini die Sammelbilder für die Weltmeisterschaften. So sah die Sammelkarte von Nati-Star Granit Xhaka an den letzten vier WM aus. Keystone/PANINI SUISSE AG

Sammeln wird teurer: Neu nehmen 48 statt wie zuvor 32 Teams an der Weltmeisterschaft teil. Damit wächst auch die Seitenzahl des Sammelhefts. 980 Felder ziert das neueste Sammelheft, 298 mehr als noch an der WM 2022. Das Album ganz zu vervollständigen wird also kostspieliger als zuvor. Statistisch gerechnet müsste man – angenommen, man würde keine Karten tauschen – rund 1040 Päckli kaufen, um das Album zu füllen. Bei einem Preis von 1.50 Franken pro Päckli entspricht das Ausgaben von rund 1560 Franken.

Das sagt der Konsumentenschutz:

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«Die Einstiegshürden sind sehr gering, man muss nicht viel zahlen, um mit dem Sammeln zu beginnen, und dann ist man schnell im Sammelfieber. Dieses Mal ist es sehr perfid, weil es noch mehr Bilder zu sammeln gibt. Man muss mit mehreren Hundert Franken rechnen, wenn man am Schluss ein einigermassen volles Album haben will. Das Sammeln ist ein jahrhundertealtes Phänomen, es begeistert die Leute und das wird natürlich auch ausgenutzt. Dazu kommt eine soziale Komponente durch das Tauschen der Bilder. Je grösser natürlich der Umfang der Sammelaktion ist, desto mehr Geld kann man verdienen, und das wird natürlich vom Verlag sehr klar ausgenutzt.»

Schweiz bekommt Spezialedition: Panini Suisse lanciert zur WM 2026 eine Sonderedition des Sammelhefts. Die «United Edition» kommt mit einem angepassten Design. Das Papier ist dicker und das Cover ist metallisiert. Ausserdem sehen die Hintergründe der Mannschaftswappen und der Spielerbilder etwas anders aus. Wer also ein einheitliches Sammelalbum haben will, kann sich nicht einfach Päckchen im grenznahen Ausland kaufen, wo diese wohl günstiger sein werden.

Drei Panini-Stickeralben zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026.
Legende: Metallisch glänzend: So sieht die Schweizer Sonderedition des Sammelhefts aus. Keystone/PANINI SUISSE AG/NICOLÒ FAI

Einige Stars fehlen: Da der begrenzte Platz für 18 Spieler pro Mannschaft es nicht zulässt, dass es das ganze Kader ins Heft schafft, fehlen einige bekannte Namen. Bei den Schweizern sind unter anderem Djibril Sow, Noah Okafor oder Cedric Itten nicht im Album zu finden. Dass nicht nur die Schweiz betroffen ist, zeigt der Blick auf andere Topnationen: Bei Spanien fehlt Jungstar Gavi, bei Frankreich Marcus Thuram und Rayan Cherki. Panini nennt Verletzungen, kurzfristige Kaderentscheide oder fehlende Bildrechte als Gründe – weshalb selbst das grösste Panini-Album unvollständig bleibt.

Fussballspieler im roten Trikot hält Karten in der Hand.
Legende: Während einige Mitspieler fehlen, ist er auch in der Werbung vertreten: Den Schweizer Nationalspieler Dan Ndoye hat Panini als Gesicht der lokalen Kampagne gewonnen. Keystone/BEN LUMLEY

Karten werden teuer weiterverkauft: Was als Kindervergnügen beginnt, endet in manchen Fällen auf Auktionsplattformen. Sticker von Lionel Messi, Kylian Mbappé oder seltene Varianten der drei Gastgebernationen erzielen auf Ricardo oder Ebay teils beachtliche Preise. Limitierte Auflagen, Druckfehler oder Glanzversionen können noch mehr einbringen. In Sammlergruppen werden Preislisten geführt, Doppelte gehandelt und Investitionen kalkuliert. Während viele Sammelnde die Nostalgie schätzen, versuchen andere, Profit aus dem Kultprodukt zu schlagen.

SRF 4 News, 7.5.2026, 0:30 Uhr;liea

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