- Christian Ulmen beantragt eine einstweilige Verfügung gegen den «Spiegel».
- Er wehrt sich gegen Vorwürfe, Deepfake-Pornos von Ex-Frau Collien Fernandes erstellt zu haben.
- Der Antrag richtet sich gegen drei Aspekte der Berichterstattung.
Der Schauspieler Christian Ulmen hat nach den Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes rechtliche Schritte gegen den «Spiegel» eingeleitet. Gegenstand des Antrags sind der Artikel in der Printausgabe vom 20. März 2026 mit der Überschrift «Entblösst im Netz» und der veröffentlichte Artikel vom 21. März 2026 mit der Überschrift «Du hast mich virtuell vergewaltigt». Laut Landgericht wurde dem «Spiegel» mit einer Frist die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Vor diesem Hintergrund sei nicht bereits in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung zu rechnen.
Antrag richtet sich gegen drei Aspekte der Berichterstattung
Der «Spiegel» solle es unterlassen, den Eindruck zu erwecken, er habe mithilfe von KI Deepfake-Videos seiner Ex-Frau erstellt und verbreitet. «Diese Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage», erklärten seine Rechtsbeistände. Der zweite Streitpunkt betrifft den Vorwurf körperlicher Übergriffe und schwerer Bedrohungen gegenüber Fernandes.
Christian Ulmen verlangt, dass der «Spiegel» diese Darstellungen unterlässt und falsche Eindrücke in der Öffentlichkeit nicht weiter verstärkt. Auch eine Aussage in Bezug auf einen mittlerweile aufgehobenen Gerichtstermin vor dem Bezirksgericht Palma de Mallorca im März 2026 stellt Ulmen infrage. Laut seinen Anwälten sei der «Spiegel» verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass nur Fernandes zu diesem Termin geladen gewesen sei und Ulmen gar nicht erscheinen musste.
Der Fall Fernandes
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Bild 1 von 3. Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes spricht auf der Bühne auf dem Rathausmarkt in Hamburg während der Demonstration gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Bildquelle: Keystone / Marcus Brandt.
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Bild 2 von 3. Christian Ulmen geht juristisch gegen den «Spiegel» vor. Bildquelle: Keystone / Henning Kaiser.
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Bild 3 von 3. Am 22. März 2026 fand in Berlin eine Solidaritätsdemonstration für Collien Fernandes statt. Bildquelle: Keystone / Clemens Bilan.