Das Foto von Nicolás Maduros Gefangennahme durch US-Streitkräfte verbreitete sich in Minuten weltweit. Veröffentlicht von Donald Trump auf dessen Plattform Truth Social, zeigt es Maduro mit Augenbinde und Gehörschutz an Bord eines US-Kriegsschiffs – bekleidet mit einem grauen Trainingsanzug von Nike.
Während sich ein Teil der Öffentlichkeit mit der politischen Tragweite des Einsatzes beschäftigte, richtete sich die Aufmerksamkeit im Netz schnell auf das Outfit.
Das Outfit besteht aus einem grauen Nike-Tech-Fleece-Trainingsanzug, einer schwarzen Augenbinde und einem Gehörschutz. Unter dem Schlagwort «Maduro-Fit» wurde der Look auf Tiktok, Instagram und X millionenfach geteilt – inklusive Anleitungen zum Nachstylen.
Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung des Fotos registrierten Suchmaschinen einen sprunghaften Anstieg bei Begriffen wie «Nike Tech». Manche Onlineshops meldeten einzelne Grössen des Anzugs bereits als ausverkauft.
Verifizierte Verkaufszahlen gibt es bisher nicht. Auch Nike hat sich bislang nicht zum Hype geäussert.
War es Maduros eigener Anzug?
Ob der Trainingsanzug tatsächlich Maduro gehört, ist nicht belegt. Laut Medienberichten soll er bei der nächtlichen Gefangennahme zunächst in Schlafkleidung angetroffen worden sein.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihm der Anzug später durch US-Kräfte übergeben wurde. Bei solchen Operationen ist es üblich, potenziell gefährliche Kleidung – etwa mit Taschen, Schnüren oder Reissverschlüssen – abzunehmen. Stattdessen wird oft funktionale, neutrale Kleidung ausgegeben.
Ein Outfit mit Symbolkraft
Neben dem Sicherheitsaspekt beeinflusst die Kleidung jedoch auch, wie eine Person auf Bildern wahrgenommen wird – ob als stark oder schwach, stolz oder gebrochen. Dass ausgerechnet ein erklärter Gegner der Vereinigten Staaten in einem legeren Outfit einer bekannten US-Marke gezeigt wird, verleiht dem Bild zusätzliche Symbolkraft. Ein Kontrast, der die virale Verbreitung wohl entscheidend befördert hat.