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SRF-Community Gen Z unerwünscht: «So bewirbt man sich nicht auf Stelle»

Ein Spitex‑Inserat, das Bewerbende der Generation Z ausschliesst, hat in der Social-Media-Community eine hitzige Debatte ausgelöst. Ein Grossteil reagiert mit Kopfschütteln – flankiert von wenigen Gegenstimmen.

Ein Stelleninserat einer Spitex-Firma sorgt derzeit für Aufsehen. Für eine Teamleitungsstelle wurden Bewerbungen der Generation Z ausdrücklich ausgeschlossen. Das Inserat ist inzwischen angepasst worden. Auf den Social-Media-Kanälen von SRF News hat es mit fast 200 Kommentaren viel Kritik geerntet.

«Finde ich aber gut, dass sie von Anfang an zeigen, wie sie ticken», schreibt eine SRF-Userin unter dem Instapost – und fügt an, dass diese Firma für sie damit klar aus dem Raster falle.

Da weiss man doch, wo man sich nicht bewerben möchte.
SRF-Userin

Andere reagieren ähnlich und sehen den Ausschluss der Gen Z als klares Warnsignal: «Da weiss man doch, wo man sich nicht bewerben möchte. Selbst wenn man nicht zur Gen Z gehört.» Einige Userinnen und User empfinden das Inserat gar als diskriminierend.

Frau in Arbeitskleidung schreibt in einem Büro.
Legende: Eine ganze Generation wird in einem Stelleninserat abgewiesen. Die SRF-Community reagiert mit Kritik und Ironie. Getty Images/The Good Brigade

Doch bei vielen kippt der Ton schnell ins Grundsätzliche. Die Frage, welche Generation wie arbeitet, flammt auf. Eine Facebook-Nutzerin schreibt selbstkritisch: «Ich finde die älteren Generationen, zu der auch ich gehöre, teilweise sehr anstrengend. Als wären wir perfekt.»

Sie erzählt von ihrer Zusammenarbeit mit Gen-Z-Kolleginnen und -Kollegen: «Allesamt sehr produktiv und ja, mit anderen Vorstellungen zu Hierarchie. Das empfinde ich als positiv herausfordernd. Denn ehrlich gesagt: Sie sind die Zukunft, nicht wir.»

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Andere sehen die Sache pragmatischer. «Gen Z hat einfach keine Illusionen», kommentiert eine Instagram-Userin. Die Jugendlichen forderten das, was zeitgemäss sei: «Mental Health, weil man mit Arbeit kein Haus mehr kaufen kann – das Burnout lohnt sich nicht.»

Endlich jemand, der sich traut, die Wahrheit auszusprechen.
SRF-Userin

Einige Nutzerinnen und Nutzer versuchen, die Debatte einzuordnen. Eine erinnert daran, dass früher oft ältere Arbeitnehmende über 45 kaum Chancen hatten: «Jetzt ist's die Gen Z (…) jemand muss immer hinhalten, je nach Trend.»

«Unternehmen soll selbst bestimmen»

Zwischen diesen Stimmen tauchen aber auch solche auf, die das Inserat weniger kritisch lesen. «Vielleicht hat die Firma viel schlechte Erfahrungen gemacht und die Nase voll gehabt!», heisst es aus der Social-Community. Eine andere Person findet die Offenheit erfrischend: «Tolles, ehrliches Inserat. Endlich jemand, der sich traut, die Wahrheit auszusprechen.» Und ein weiterer User verweist auf die unternehmerische Perspektive: «Jeder Unternehmer bestimmt selbst, wen er einstellen will. Das ist absolut legitim und okay!»

10vor10, 09.02.2026, 21:50 Uhr ; 

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