In Japan fällt das beliebte Kirschblütenfest im Arakurayama-Sengen-Park in der Stadt Fujiyoshida, unweit des ikonischen Mount Fuji, dieses Jahr aus. Grund dafür sind nicht nur die Menschenmassen selbst, sondern vor allem das rüpelhafte Verhalten vieler Besucherinnen und Besucher, das in der lokalen Bevölkerung zunehmend auf Widerstand stösst.
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Bild 1 von 6. Für diesen Anblick reisen viele Touristinnen und Touristen nach Japan. Bildquelle: Instagram / lifewithelliott.
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Bild 2 von 6. Die Hauptblütezeit der Kirschblüten ist meistens Ende März. Bildquelle: Instagram / japanko_official.
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Bild 3 von 6. Jährlich zieht das beliebte Fotosujet rund 200'000 Besucherinnen und Besucher an. Bildquelle: Instagram / fannis.travel.memories.
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Bild 4 von 6. «Um die Würde und das Lebensumfeld unserer Bürger zu schützen, haben wir beschlossen, den Vorhang für das zehnjährige Festival zu schliessen», so Bürgermeister Shigeru Horiuchi. Bildquelle: Instagram / fannis.travel.memories.
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Bild 5 von 6. Das japanische Kirschblütenfest wird auch «Hanami» genannt, was auf deutsch «Blüten betrachten» bedeutet. Bildquelle: Instagram / fannis.travel.memories.
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Bild 6 von 6. Das Fest soll die Wertschätzung der Natur und die Vergänglichkeit des Lebens symbolisieren. Bildquelle: Instagram / ryufill_foto.
In den vergangenen Jahren sind während der Blütezeit täglich mehr als 10'000 Menschen in den Park geströmt, was die Infrastruktur der kleinen Stadt an ihre Grenzen brachte. Staus, Müllberge, Unachtsamkeit in Wohngebieten und sogar Beschwerden über Menschen, die ohne Erlaubnis Wohnhäuser betraten oder sanitäre Anlagen missachteten, wurden öffentlich thematisiert.
Die Stadt Fujiyoshida betont, dass trotz der Absage des offiziellen Festprogramms auch in diesem Frühjahr viele Besuchende erwartet werden. Der Park selbst bleibt geöffnet und lokale Behörden planen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen, temporäre Parkflächen und mehr sanitäre Anlagen, um den Ansturm zumindest teilweise zu kanalisieren.