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13 Millionen Pfund König Charles legt erstmals Steuerrechnung offen

Fast 13 Millionen Pfund Steuern zahlte König Charles III. im Steuerjahr 2024/2025. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Worum geht es? Die britischen Royals leben in einer Welt mit einigen Privilegien. Vor dem Fiskus treten aber auch sie an. Erstmals hat der britische Palast offengelegt, wie viel Steuern König Charles III. und sein Sohn Prinz William bezahlen.

Welche Zahlen nennt der Palast? Laut dem Finanzbericht des Königshofs zahlte König Charles III. im Steuerjahr 2024/25 knapp 13 Millionen Pfund. Prinz William trat 7,8 Millionen Pfund an den Staat ab. Seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2022 hat Charles insgesamt mehr als 30 Millionen Pfund Steuern bezahlt. Damit gehören Vater und Sohn zu den 100 grössten Steuerzahlern Grossbritanniens.

Drei Personen in roten Uniformen auf einem Balkon, eine Person winkt.
Legende: Die britischen Royals geben erstmals preis, wie viel Steuern sie bezahlen – und sie werden dennoch kritisiert. EPA/ANDY RAIN

Warum bezahlt das Königshaus Steuern? Die britische Monarchie finanziert sich aus mehreren Quellen. Einerseits erhält der König vom Staat Geld für die offiziellen Aufgaben des Königshauses. Damit werden unter anderem die Löhne von über 1000 Mitarbeitenden, Reisen und der Unterhalt der königlichen Paläste bezahlt. Andererseits verfügt König Charles III. über private Einkünfte. Diese setzen sich aus Landbesitz, Immobilien, Investitionen sowie persönlichen Anwesen wie Sandringham und Balmoral zusammen. Auf diese Einnahmen werden Steuern entrichtet.

Ist das vorgeschrieben? Nein. Der britische Monarch ist von Gesetzes wegen nicht steuerpflichtig. Königin Elizabeth II. führte die freiwillige Steuerzahlung 1993 ein, nachdem die Finanzen des Königshauses in die Kritik geraten waren. Charles hält an dieser Praxis fest. Erstmals veröffentlicht der Palast nun auch die Höhe der Steuerzahlungen.

Wie transparent sind die Angaben? Die veröffentlichten Zahlen erhöhen die Transparenz nur begrenzt, denn sie zeigen lediglich, wie viel Charles und William bezahlt haben. Offen bleibt, wie sich die Steuerbeträge zusammensetzen. Der Palast nennt weder, wie hoch die Einkünfte sind, noch, wie hoch der Anteil an Einkommens- und Kapitalertragssteuern ist. Auch allfällige abzugsfähige Ausgaben bleiben unbekannt. Damit lässt sich weder das Vermögen des Königs noch die Grundlage der Steuerrechnung nachvollziehen.

Grosses weisses Gebäude mit Flagge auf dem Dach, umgeben von Bäumen.
Legende: Das Clarence House liegt unweit des Buckingham Palace im Londoner Stadtbezirk Westminster. REUTERS/Hannah McKay

Warum veröffentlicht der Palast die Zahlen? Charles verfolgt seit seiner Thronbesteigung das Ziel, die Monarchie moderner und zugänglicher erscheinen zu lassen. Dazu passt auch sein Entscheid, im Clarence House zu bleiben, nachdem der Buckingham Palace fertig renoviert ist. Wenn der König dort nicht wohnt, kann der Palast häufiger für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden. Zugleich belasten die Affären um seinen Bruder Andrew das Ansehen des Königshauses weiterhin. Dass die Steuerrechnung jetzt offengelegt worden ist, reiht sich zwar in Bemühungen ein, am Grundproblem ändern auch die neuen Steuerangaben aber wenig.

SRF 4 News, 26.06.2026, 16 Uhr ; 

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