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250 Jahre USA Paraden und Feiern im ganzen Land

  • Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern Geburtstag: Vor 250 Jahren unterschrieben die Gründerväter der USA die Unabhängigkeitserklärung.
  • Wegen einer Hitzewelle mussten jedoch bereits mehrere Veranstaltungen abgesagt werden.
  • Am Samstagabend (Ortszeit) wird ein grosses Feuerwerk und eine Rede des US-Präsidenten Donald Trump erwartet.

Seit Tagen ächzt die US-Hauptstadt Washington unter sengender Hitze um die 40 Grad. Am Samstagvormittag war bereits eine grosse Parade in der Stadt wegen der extremen Hitze abgeblasen worden.

Putin und Selenski gratulieren

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Kremlchef Wladimir Putin hat den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert. «Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Donald», leitete Putin sein Glückwunschtelegramm ein, das vom russischen Aussenministerium in Moskau veröffentlicht wurde. Die Unabhängigkeitserklärung der USA habe nicht nur den Beginn des Staates markiert, sondern sei auch ein wichtiger Meilenstein in der Weltgeschichte gewesen. Russland, damals noch unter den Zaren, habe die nordamerikanischen Kolonisten unterstützt. Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat den USA gratuliert und einen historischen Vergleich gezogen. So wie die Amerikaner ihre Unabhängigkeit erkämpft und verteidigt hätten, so kämpfe nunmehr die Ukraine um ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit und um das Recht ihrer Bürger auf Glück.

Trump hält die Hitze jedoch nicht ab – im Gegenteil: Er will «eine richtig lange Rede halten, nur um zu zeigen, dass ich alles schaffen kann», hatte er in dieser Woche angekündigt. Sein Auftritt ist für 23.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Sonntag, 05.00 Uhr MESZ) geplant.

Das wochenlange Jubiläumsprogramm umfasst religiöse Veranstaltungen mit vorwiegend konservativen christlichen Rednern sowie Sportereignisse, darunter Kampfsport-Wettbewerbe auf dem Gelände des Weissen Hauses anlässlich von Trumps 80. Geburtstag.

Kritiker werfen den Organisatoren vor, mit so genannten «Freedom Trucks» eine übermässig religiöse Version der US-Geschichte zu verbreiten und Themen wie Sklaverei und rassistische Ungerechtigkeit auszublenden.

Rechtsextreme Gruppierung in Washington

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Mitglieder der nationalistischen US-Gruppierung «Patriot Front» sind durch die US-Hauptstadt Washington marschiert. Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten Dutzende maskierte Menschen mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station und im Viertel Capitol Hill. Laut «Washington Post» marschierten Hunderte uniformierte Mitglieder der Gruppierung in Richtung des Kapitols. «Das Metropolitan Police Department verfolgt die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle, die unter das Recht auf freie Meinungsäusserung fielen», teilte die örtliche Polizeibehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Trotz des Rechts «jedes Einzelnen, seine Meinung friedlich zu äussern», wollen sich die Beamten für die öffentliche Sicherheit der Einwohner und Besucher der Hauptstadt einsetzen.

Trump nutzt Feiern als Plattform

Trump steht aktuell innenpolitisch massiv unter Druck. Vor allem am Iran-Krieg stossen sich viele Menschen im Land. Seine Zustimmungswerte sind schon lange niedrig. Viele Amerikaner sind kriegsmüde, während die US-Regierung das Kriegerethos beschwört.

Der Präsident trat in den vergangenen Tagen verstärkt rund um die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag auf und nutzte seine Reden auch dazu, um die aus seiner Sicht Erfolge seiner zweiten Amtszeit hervorzuheben.

Trump beschwört ein Amerika der Gläubigen

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Mann in Anzug auf Bühne mit blauer und roter Kulisse.
Legende: Keystone/AP Photo/Alex Brandon

US-Präsident Donald Trump hat anlässlich des 250. Geburtstags der USA seine Landsleute vor kommunistischem Gedankengut gewarnt. «Man kann Kommunist sein oder Patriot», sagte der Republikaner vor Anhängern im US-Bundesstaat South Dakota. Trump verwendet den Begriff Kommunismus seit einiger Zeit häufiger, um auch linke innenpolitische Gegner und deren Positionen zu attackieren.

Zugleich zeichnete Trump in seiner Rede vor der Kulisse des berühmten Mount Rushmore am Vorabend des Unabhängigkeitstags das Bild von den USA als Nation, die sich auf Gott berufe. Trump sagte: «Unsere Rechte» seien von Gott verliehen worden, «der uns erschaffen hat.» Der 80-Jährige betonte ausserdem: «Kein anderes Land hat dieser Welt mehr Gutes gebracht als die Vereinigten Staaten von Amerika.»

SRF 4 News, 4.7.2026, 17 Uhr ; 

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