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250 Jahre USA Paraden und Feiern im ganzen Land – Trump-Rede als Schlusspunkt

  • Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern Geburtstag: Vor 250 Jahren unterschrieben die Gründerväter der USA die Unabhängigkeitserklärung.
  • US-Präsident Donald Trump hielt in Washington eine Rede von knapp 40 Minuten.

Trump beschwor am Unabhängigkeitstag das Bild einer von Gott auserwählten Siegernation, die dazu bestimmt sei, die Welt anzuführen.

Auf die bei ihm sonst üblichen Anfeindungen gegen kritisch berichtende Medien oder in Ungnade gefallene Staaten verzichtete er. Dafür teilte Trump wie am Vortag gegen «Kommunisten» aus, die er mit einem Krebsgeschwür verglich. «Amerika wird niemals ein kommunistisches Land sein. Das wird nicht passieren.» Trump bringt die US-Demokraten, die bei den Zwischenwahlen im November die Mehrheiten in beiden Parlamentskammern übernehmen könnten, immer wieder in den Zusammenhang mit dem Kommunismus.

Zwischen allerhand Ehrungen für Veteranen wechselte Trump auch immer wieder in den Wahlkampfmodus und warb etwa für seinen «Save America Act». Das Gesetz sieht neue Regeln für Wahlen vor und findet seit Monaten keine Mehrheit im Kongress. Zudem rühmte er sich seiner angeblichen politischen Errungenschaften in der zweiten Amtszeit.

Direkt im Anschluss an die Rede erleuchteten hunderte Raketen den Himmel über der US-Hauptstadt. Laut den Veranstaltern sollte es das grösste Feuerwerk der Geschichte sein: Die Rede war von 850'000 Pyroeffekten in 35 Minuten.

Das Spektakel bildete den Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten, die eigentlich ganz anders hätten laufen sollen. Etliche Künstler hatten Konzerte mit der Begründung abgesagt, die Veranstaltungsreihe sei ihnen zu politisch aufgeladen. Trump kündigte daraufhin an, stattdessen «die Nummer-eins-Attraktion auf der ganzen Welt» auf die Bühne zu bringen: sich selbst.

Putin und Selenski gratulieren

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Kremlchef Wladimir Putin hat den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert. «Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Donald», leitete Putin sein Glückwunschtelegramm ein, das vom russischen Aussenministerium in Moskau veröffentlicht wurde. Die Unabhängigkeitserklärung der USA habe nicht nur den Beginn des Staates markiert, sondern sei auch ein wichtiger Meilenstein in der Weltgeschichte gewesen. Russland, damals noch unter den Zaren, habe die nordamerikanischen Kolonisten unterstützt. Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat den USA gratuliert und einen historischen Vergleich gezogen. So wie die Amerikaner ihre Unabhängigkeit erkämpft und verteidigt hätten, so kämpfe nunmehr die Ukraine um ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit und um das Recht ihrer Bürger auf Glück.

Auch das Wetter beeinträchtigt die Feierlaune – nicht nur in Washington. Seit Tagen ächzt die US-Hauptstadt unter Temperaturen von fast 40 Grad. Auf die Hitze folgte am Abend dann der Donner: Wegen einer Unwetterwarnung wurde der Veranstaltungsort zwischenzeitlich sogar evakuiert, Tausende Besucher mussten das Festgelände verlassen.

Seit Wochen nutzt Trump das 250. Gründungsjubiläum und damit verbundene Veranstaltungen, um sich und seine Erfolge zu rühmen. Innenpolitisch steht er unter Druck, seine Beliebtheitswerte sind unter dem Eindruck des Iran-Kriegs deutlich gesunken.

Rechtsextreme Gruppierung in Washington

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Mitglieder der nationalistischen US-Gruppierung «Patriot Front» sind durch die US-Hauptstadt Washington marschiert. Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten Dutzende maskierte Menschen mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station und im Viertel Capitol Hill. Laut «Washington Post» marschierten Hunderte uniformierte Mitglieder der Gruppierung in Richtung des Kapitols. «Das Metropolitan Police Department verfolgt die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle, die unter das Recht auf freie Meinungsäusserung fielen», teilte die örtliche Polizeibehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Trotz des Rechts «jedes Einzelnen, seine Meinung friedlich zu äussern», wollen sich die Beamten für die öffentliche Sicherheit der Einwohner und Besucher der Hauptstadt einsetzen.

Der 4. Juli wird in den USA traditionell als Unabhängigkeitstag gefeiert. Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien nahmen am 4. Juli 1776 offiziell eine Erklärung an, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Grossbritannien loslösten. Dies war die Geburtsstunde der USA.

Trump nutzt Feiern als Plattform

Trump steht aktuell innenpolitisch massiv unter Druck. Vor allem am Iran-Krieg stossen sich viele Menschen im Land. Seine Zustimmungswerte sind schon lange niedrig. Viele Amerikaner sind kriegsmüde, während die US-Regierung das Kriegerethos beschwört.

Der Präsident trat in den vergangenen Tagen verstärkt rund um die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag auf und nutzte seine Reden auch dazu, um die aus seiner Sicht Erfolge seiner zweiten Amtszeit hervorzuheben.

SRF 4 News, 4.7.2026, 17 Uhr ; 

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