Zum Inhalt springen

Header

Video
Aus dem Archiv: EU sanktioniert Belarus
Aus Tagesschau vom 24.05.2021.
abspielen
Inhalt

Abwehr von Migranten Litauen baut Zaun an Grenze zu Belarus

  • Litauen hat mit dem angekündigten Bau eines Drahtzauns entlang der Grenze zu Belarus begonnen. Dies teilten das Militär und der Grenzschutz mit.
  • Der Zaun solle die Einreise von Migrantinnen und Migranten in die Europäische Union verhindern.
  • Zuvor hatte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko angekündigt, dass sein Land Migranten nicht länger aufhalten wolle, die die Grenze nach Litauen überqueren möchten.

Nach Angaben eines Grenzschutzsprechers sollen Soldaten beim Kurort Druskininkai in der Nähe des Dreiländerecks zu Belarus und Polen die Barriere errichten. Die Länge dieses Grenzabschnitts betrage 30 Kilometer, sagte er laut Agentur BNS in Vilnius. 

Der erste Abschnitt des Zauns sei 500 Meter lang, 1.80 Meter hoch und bestehe aus Stacheldraht, teilte derweil eine litauische Militär-Sprecherin mit.

Das EU-Land Litauen hatte das Vorhaben am Mittwoch angekündigt. Es sollten auch Soldaten eingesetzt werden, um die illegale Einreise von Migranten aus dem Nachbarland zu verhindern.

Legende: Litauische Grenzschützer halten am 7. Juli Migranten an der litauisch-weissrussischen Grenze in Kalviai, Litauen, fest. Reuters

Verhaftung Protassewitschs als Anfang

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte angekündigt, dass sein Land Migranten nicht länger daran hindern werde, die Grenze nach Litauen und somit zur EU zu überqueren.

Er reagierte damit auf Sanktionen der EU, die verhängt wurden, nachdem Belarus einen Ryanair-Flug zur Landung in Minsk zwang und anschliessend den an Bord sitzenden belarussischen Oppositionellen Roman Protassewitsch festnahm.

Litauen und Polen greifen mehr Migranten auf

Box aufklappen Box zuklappen

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der EU wiederholt damit gedroht, als Reaktion auf die gegen Minsk verhängten Sanktionen Flüchtlinge aus Kriegsgebieten durchzulassen.

Besonders stark davon betroffen ist Litauen, das eine fast 680 Kilometer lange Grenze zu Belarus hat. Nach offiziellen Angaben wurden bereits mehr als 1500 Menschen aufgegriffen – von ihnen 37 innerhalb von 24 Stunden, wie der Grenzschutz mitteilte.  

Vorwiegend stammen die Flüchtlinge aus Ländern des Nahen Ostens und Afrikas. Die meisten haben in Litauen bereits Asyl beantragt.

Aber auch der polnische Grenzschutz greift derzeit mehr Migranten an der Grenze zu Belarus auf. In diesem Jahr seien es bislang 235 Flüchtlinge gewesen, davon allein seit Anfang Juli 90 Personen, sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Im gesamten Jahr 2020 waren es 114 gewesen.

SRF 4 News, 09.07.2021, 12 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

19 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Litauen berichtet seit Juni von einem Anstieg der Zahl von Migranten, die über die Grenze aus Belarus kommen. Dienstag wurden allein binnen 24 Stunden 131 Migranten aufgegriffen, die meisten von ihnen stammten demnach aus dem Nahen Osten und Afrika. Zwischenzeitlich sind noch viele mehr über die Grenzen gekommen. Die EU wird umzingelt von illegalen Einwanderer, Italien, Griechenland und Spanien. Immer mehr Länder weigern sich für Aufnahmen, dass weiss Lukaschenko. Sein Rache an die EU.
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Ich bin auch gegen einen Zaun. Und trotzdem , das kleine Litauen kann unmöglich alle
    diese Migranten/Flüchtlinge aufnehmen. Da müsste schon die EU handeln. Es gäbe dann
    ein zweites Griechenland, sie wurden auch sich selbst überlassen.
    1. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Das kleine Litauen ist ca. 1,5 mal so gross wie die CH.

      Das noch als Grössenvergleich.
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Aber die Auswanderung der eigenen Bevölkerung ist besonders gross. Die
      Wirtschaftlichen Verhältnisse schlecht, ganz besonders Fachkräfte
      gehen in andere EU. Länder. Wie soll so ein Land, den zu erwartenden
      Flüchtlingen eine Existenzmöglichkeit bieten können.
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Müller: Litauen hat jedoch nur 3 Mio Einwohner, also erheblich weniger als die Schweiz.
    4. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Ein zweites Griechenland? Dann lesen Sie bitte den Artikel im Handelsblatt: "Flüchtlinge als „Touristen“ nach Deutschland: Wie Griechenland Druck auf die Asylpolitik der EU macht" Es ist eine Mär das GR und Italien alles schultern, sie lassen die Immigranten weiter reisen. Oder woher stammen die Asylbewerber in der Schweiz?
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Wurde nicht vor 5 Jahren schon ein Zaun in EU Land gebaut, um Migranten vor illegalem Übertritt zu hindern. Damals einhellig emörte Verurteilung aus EU-Brussels und EU-Hauptstädten, einhellig flächendeckend mit Medien. Diesmal kein Wort aus EU-Brussels und den anderen oben Genannten, nur Randbemerkung in Medien. Wieder mal völlig unterschiedliche Ellen in EU, die sonst alles vereinheitlichen will. Es scherbelt mal wieder gewaltig an Doppelzüngigkeit.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Wer oder was ist EU-Brussels?