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Ärzte fordern Spital-Verlegung «Assange könnte im Gefängnis sterben»

  • Mehr als 60 Ärzte sehen das Leben des in Grossbritannien inhaftierten Wikileaks-Gründers Julian Assange in Gefahr.
  • In einem am Montag veröffentlichten Brief an die britische Innenministerin warnten sie, Assange benötige dringend Hilfe.
  • Dafür müsse er aus dem Hochsicherheitsgefängnis südöstlich von London in eine Universitätsklinik verlegt werden.
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Aus dem Archiv: Schweden stellt Untersuchungen gegen Assange ein
Aus Tagesschau vom 19.11.2019.
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«Die medizinische Lage ist dringend. Es gibt keine Zeit zu verlieren», schrieben die Mediziner aus acht Staaten, darunter Deutschland. Andernfalls bestünden «wirkliche Sorgen», dass Assange «im Gefängnis sterben könnte». Bei ihrer Einschätzung stützten sie sich nach eigenen Angaben auf Augenzeugenberichte von Assanges Gerichtstermin am 21. Oktober sowie auf einen Bericht von UNO-Berichterstatter Nils Melzer.

Die Ärzte äusserten Zweifel daran, dass Assange physisch und psychologisch fit genug ist für die anstehenden Anhörungen zur von den USA beantragten Auslieferung.

Assange droht lebenslange Haft

Seit April sitzt Assange in Grossbritannien eine fast einjährige Haftstrafe wegen Verstosses gegen Kautionsauflagen ab. Zuvor hatte er sich sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, um einer Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Die schwedische Justiz hatte vergangenen Dienstag die Ermittlungen gegen Assange wegen mutmasslicher Vergewaltigung eingestellt.

In den USA ist der Wikileaks-Gründer wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstösse gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt. Derzeit läuft das Auslieferungsverfahren dazu in Grossbritannien. Im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten in den USA droht ihm dort lebenslange Haft.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Claudio Bilgeri  (alma63)
    Hier zeigt die herrschende Klasse was mit jemandem passiert der zu viel Wahrheit offenlegt!
    Ein Warnung an das Volk. Wir, die herrschende Klasse entscheiden, wo Demokratie und Menschenrechte anfangen und enden!
    So einfach ist dieser Fall
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  • Kommentar von Urs Stotz  (Urs Stotz)
    Was hier mit Julien Assange vor den Augen der Weltöffentlichkeit gemacht werden kann, zeigt wo wir bereits stehen. UNO Berichterstatter für Folter warnt und verurteilt schon lange was mit Assange passiert, jetzt die Ärzte. Verschiedene haben den Prozess beobachtet und als Farce verurteilt. Julien Assanges Problem ist, dass er Verbrechen des Imperiums USA und der Weststaaten aufgedeckt hat. Es ist eine Schande!
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Wie war das noch mit der Journalistenfreiheit??? Sobald ein Journalist der westlichen Wertegemeinschaft schmutzige Dinge aufdeckt und die Wahrheit schreibt, wird er eingelocht und angeklagt. Früher waren Investigativ Journalisten Helden - heute sind sie ihres Lebens nicht mehr sicher - ein Trauerspiel. Journalisten sollen wohl immer nur das berichten, was von den Regierungen vorgegeben wird. Das ist m.E. mit ein Grund der Misstrauen schürt gegenüber den Medien - in Ost UND West.
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    1. Antwort von Christoph Heierli  (help)
      Richtig Herr Mitulla...Amis sind nicht besser diesbezüglich als Chinesen und Russen.
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