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International Air-Asia-Maschine: Drei Leichen geborgen

Die indonesische Marine hat bislang weniger Leichen geborgen als zuvor gemeldet. Wegen einer Kommunikationspanne wurde die Zahl zunächst mit mindestens 40 angegeben. Suchmannschaften haben derweil den Umriss eines Flugzeugs gesichtet.

Legende: Video Erste Leichen von Air Asia geborgen abspielen. Laufzeit 1:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.12.2014.

Zwei Tage nach dem Verschwinden der Air-Asia-Maschine auf dem Weg von Indonesien nach Singapur hat ein indonesisches Marineschiff drei Leichen aus dem Meer geborgen. Ein Marinesprecher sagte, die Leichen seien an Bord des Kriegsschiffs «Bung Tomo» gebracht worden. Die Bergungsarbeiten seien in vollem Gange. Die zuvor kommunizierten 40 geborgenen Leichen seien die Folge einer Kommunikationspanne, erklärte ein Marinesprecher.

Der Umriss eines Flugzeugs

Einige Stunden zuvor hatten Suchflugzeuge südwestlich der indonesischen Insel Borneo Trümmerteile und den Umriss eines Flugzeugs am Meeresboden gesichtet. Die Wrackteile wurden rund 160 Kilometer südwestlich der Stadt Pangkalan Bun auf Borneo entdeckt.

Die Fundstelle liegt etwa zehn Kilometer von der Position entfernt, wo das vermisste Flugzeug zuletzt vom Radar geortet worden war. Die Armee will nun Helikopter entsenden, um die Fundstücke aus der Nähe zu untersuchen. An der Suche nach dem Flugzeug beteiligen sich Indonesien, Australien, Malaysia, Singapur und die USA. Mindestens 30 Schiffe, 15 Flugzeuge und sieben Helikopter sollen im Einsatz sein.

Erste Hoffnungen zerschlagen

Der Airbus A320 mit der Flugnummer QZ8501 und 162 Menschen an Bord war am Sonntagmorgen auf dem Weg von Indonesien nach Singapur in einem Gewittergebiet vom Radar verschwunden. Seitdem fehlte von der Maschine jede Spur.

Erste Hoffnungen auf einen raschen Fund hatten sich am Montag zerschlagen; gefundene Gegenstände konnten nicht dem Flugzeug zugeordnet werden.

Kein Notsignal abgesetzt

Laut der indonesischen Luftfahrtbehörde hatte der Pilot kurz vor dem Verschwinden der Maschine darum gebeten, auf eine Höhe von 38'000 Fuss steigen zu dürfen, um dichten Wolken auszuweichen. Eine Änderung der Flugroute wurde ihm aber verweigert. Kurz darauf sei der Kontakt abgebrochen. Es sei kein Notsignal abgesetzt worden.

Die Maschine der Billig-Airline Air Asia sollte von Surabaya auf der indonesischen Hauptinsel Java nach Singapur fliegen.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Vogt, Zürich / Mexiko
    Es sollten sich einige Schreiberlinge etwas beruhigen hier. Man weiss schlichtweg noch zu wenig über die Ursachen um die Schuld dem Wetter, dem Piloten oder den Fluglotsen zuzuschieben. Ich bin auch kein Experte. Ich weiss aber das dort rund 1 Breitengrad südlich des Äquators Tropengewitter fast zur Tagesordnung gehören und das eine andere Maschine der AirAsia auf 38'000 Fuss flog zum Zeitpunkt. Das wurde zumindest so kommuniziert. Also abwarten und sehen was die Untersuchungen bringen!
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Zu befürchten war es, auch wenn man es nicht ansprach. Wenigstens wurde scheinbar das Wrack geortet. Für die Angehörigen ist in aller Regel ein Ende mit Schrecken besser zu ertragen, als ein Schrecken ohne Ende wie bei Flug MH370. Die ewige Ungewissheit zerfrisst die Seele. Mein tiefes Beileid. Da die Maschine in geringer Wassertiefe liegt, sollte es nicht lange dauern, Blackbox und Voicerecorder zu bergen. Hoffe es gibt schneller Antworten, als zum elenden geopolitischen Abschuss von MH17.
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  • Kommentar von werner ammann, winterthur
    An Karin Suter Wie wollen Sie wissen, ob das ein faehiger Pilot war ? Und warum wissen Sie, dass die Fluglotsen dort groessenwahnsinnig und unfaehig sind ?
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