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Legende: Video Schüsse in Utrechter Tram abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2019.
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Attacke in Utrecht Polizei sieht Hinweise auf terroristisches Motiv

  • Einen Tag nach den Schüssen in einer Strassenbahn in Utrecht, hat die Polizei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat.
  • Im Fluchtwagen hat die Polizei einen Brief gefunden, der auf ein terroristisches Motiv schliessen lässt.
  • Auch die Art der Tatausführung deutet laut der Polizei in diese Richtung. Andere Motive würden aber nicht ausgeschlossen.
  • Der 37-jährige Verdächtige war am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden.

Zuletzt war viel über eine Beziehungstat spekuliert worden. Doch nun gehen die Ermittler eher von einem terroristischen Motiv aus. Nebst dem gefundenen Brief deute auch die Art der Tatausführung in diese Richtung, teilte die Polizei mit.

Die bisherigen Ermittlungen hätten zudem keine Hinweise auf irgendeine Beziehung zwischen dem Hauptverdächtigen und den Opfern ergeben, teilte die Polizei weiter mit.

Zwei weitere Verdächtige im Verhör

Ausser dem Hauptverdächtigen hat die Polizei noch zwei andere Männer festgenommen. Sie sind 23 und 27 Jahre alt und stammen ebenfalls aus Utrecht. Die beiden Verdächtigen werden weiterhin verhört. Am Vormittag hatte der Utrechter Bürgermeister Jan van Zanen zunächst irrtümlich mitgeteilt, dass die beiden anderen Verdächtigen freigelassen worden seien.

Durch die Schüsse kamen eine 19 Jahre alte Frau aus Vianen und zwei Männer im Alter von 28 und 49 Jahren aus Utrecht ums Leben. Ausserdem wurden drei Menschen schwer verletzt: eine 20 Jahre alte Frau aus Utrecht, ein 74 Jahre alter Mann aus dem Ort De Meern und eine 21 Jahre alte Frau aus Nieuwegein. Vier Menschen wurden leicht verletzt, indem sie zum Beispiel in der Hektik unmittelbar nach der Tat stürzten.

Festgenommener war der Polizei bekannt

Der inzwischen festgenommene Hauptverdächtige soll mit der Polizei in der Vergangenheit wegen zahlreicher Delikte in Konflikt geraten sein. Der niederländische Rundfunk NOS berichtete, der 37-Jährige habe ein langes Vorstrafenregister.

«Wir wissen relativ viel über ihn», sagte Rutker Jeuken vom Innenministerium. Im Dezember 2013 wurde der Verdächtige wegen versuchten Mords verurteilt, vor zwei Wochen begann eine Verhandlung wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs. Darüber hinaus wurde er wegen Ladendiebstahls, Sachbeschädigung und Beleidigung vor Gericht gestellt.

Karte.
Legende: SRF

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