Zum Inhalt springen

Header

Video
Selbstmord-Attentäter sprengten sich auf Marktplatz in die Luft
Aus News-Clip vom 21.01.2021.
abspielen
Inhalt

Attentat im Irak Bomben-Anschläge in Bagdad fordern über 30 Todesopfer

  • Der erste schwere Terroranschlag in Bagdad seit rund drei Jahren hat die irakische Hauptstadt in einen Schockzustand versetzt.
  • Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich auf einem Platz im Zentrum der Stadt in die Luft und rissen mindestens 32 Menschen mit in den Tod, wie das irakische Gesundheitsministerium mitteilte.
  • 110 Menschen seien verletzt worden. Zu der Tat im Viertel Bab al-Scharki bekannte sich zunächst niemand. Der Verdacht richtete sich aber gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Die beiden Attentäter hätten sich während einer Verfolgungsjagd mit Sicherheitskräften auf einem Marktplatz in die Luft gesprengt, sagte Armeesprecher Jahia Rasul. Ein Augenzeuge berichtete einem irakischen TV-Sender, die Detonationen hätten sich im Abstand von rund zehn Minuten ereignet. Der erste Attentäter habe vorgegeben krank zu sein, um Hilfe gerufen und die Bombe gezündet, als Menschen um ihn herumstanden.

Auf einem Video, das den zweiten der beiden Anschläge zeigen soll, ist zu sehen, wie es auf einer belebten Strasse zu einer Explosion kommt. Andere Aufnahmen zeigten, wie Tote und Verletzte nach der Detonation auf der Erde lagen. Retter versorgten die Opfer.

Vertreter der Vereinten Nationen, der Nato und der EU verurteilten den Anschlag. Der Angriff sei ein «verwerflicher Akt der Feigheit», teilte die US-Botschaft über Twitter mit. Auch Bundesaussenminister Heiko Maas verurteilte den Terroranschlag und sagte der irakischen Führung die Unterstützung Deutschlands zu. Iraks Präsident Barham Salih erklärte, der Angriff richte sich gegen die «grossen nationalen Verdienste».

US-Truppen reduziert

Der Zeitpunkt des Doppelanschlags könnte in direktem Zusammenhang mit der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Joe Biden stehen. Unter seinem Vorgänger Donald Trump hatten die USA die Zahl ihrer Truppen in dem Krisenland verringert.

Das Pentagon teilte in der vergangenen Woche mit, die Reduzierung auf 2500 Soldaten sei vollzogen. Die Iraker sollen in diesem Jahr zudem vorzeitig ein neues Parlament wählen. Die Regierung hatte die zunächst für Juni geplante Abstimmung in dieser Woche auf den 10. Oktober verlegt.

SRF 4 News, 21.01.2021, 12:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Dieser Krieg hat Hunderttausende Opfer gekostet, den Mittleren Osten ins Chaos gestürzt - und war auf Lügen gebaut. Was man allerdings genau weiss: Die Begründungen für diesen Waffengang wurden auf Lügen der USA gebaut. Saddam Hussein sei im Besitz von biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen. All diese Behauptungen stellten sich als falsch heraus. Bis heute leiden die Iraker unter diesem Krieg - aus dem auch der IS entstand. Der Irak kommt nicht zur Ruhe - die Menschen leiden.
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Die Örtlichkeit liegt im gemischten Bereich Bagdads. Eine Zuordnung zum IS, den Sunniten oder den Schiiten ist daher schwierig.
    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Braucht es den eine Zuordnung oder einen Schuldigen? Es ist schrecklich was da passiert, die Opfer sind Unschuldige wie du und ich. Es sind Extremisten egal von welcher Seite. Nicht auszudenken wen wir hier in solcher Regelmässigkeit solche Anschläge hätten.