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Trotz Corona wird stark aufgerüstet
Aus HeuteMorgen vom 26.04.2021.
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Auch in Corona-Jahr Weltweite Ausgaben für Militär auf Rekordhoch

Die Pandemie hat bisher keine Auswirkungen auf die weltweiten Rüstungsausgaben. Sie sind 2020 erneut deutlich gestiegen.

Die weltweiten Militärausgaben stiegen im vergangenen Jahr um 2.6 Prozent. Sie belaufen sich nun auf fast 2 Billionen Dollar, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in seinem Bericht festhält.

Die Steigerung ist umso bemerkenswerter, als die globale Wirtschaftsleistung wegen der Coronakrise deutlich sank. Weiter aufgerüstet wird trotzdem. «Wenn die grossen Mächte kräftig aufrüsten, steigen auch global betrachtet die Militärausgaben», sagt Sipri-Forscher Nan Tian.

USA einsam an der Spitze

Auf die fünf Länder USA, China, Indien, Russland und Grossbritannien entfallen derzeit fast zwei Drittel der weltweiten Aufwendungen für Verteidigung. Nahezu 40 Prozent allein auf die USA. Gerade sie haben 2020 ihre Wehrausgaben besonders kräftig erhöht.

Der von manchen erwartete und bei anderen Staatsausgaben vielerorts feststellbare Corona-Effekt zeigt sich also im Rüstungsbereich nicht. Zumindest vorläufig nicht. Nur wenige Länder – etwa Chile oder Südkorea – haben erklärtermassen geplante Investitionen in ihre Streitkräfte in die Pandemiebekämpfung umgelagert.

Weiterhin hohe Priorität

Nan Tian erinnert daran, dass Rüstungsprogramme sehr langfristig geplant werden. «Die Budgets wurden noch vor den Auswirkungen der Pandemie gemacht», sagt er.

Ein rasches Umsteuern ist also schwierig. Gut möglich, dass eine coronabedingte Reduzierung erst mit zwei, drei Jahren Verspätung feststellbar sein wird. So wie das bereits nach der grossen Finanzkrise von 2008 der Fall war.

Möglicherweise fällt aber auch dann die Abschwächung bescheiden aus. Solange die Weltlage hochgradig instabil und von Spannungen geprägt ist, bleibt die Verteidigung hoch oben auf der Prioritätenliste vieler Regierungen.

SRF 4 News, Heute Morgen, 26.04.2021, 06:00 Uhr

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Dafür sind immer genug "Staatsgelder" vorhanden!??
  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Schade wird im Bericht nicht erwähnt, dass das angeblich so aggressive Russland seine Militärausgaben mehr und mehr zurückfährt. Nach einem Höhepunkt im Jahr 2016 mit 79 Milliarden USD sinkend die russischen Militärausgaben auf nunmehr rund 64 Milliarden USD. Die USA stehen demgegenüber bei 732 Milliarden USD (2019), Tendenz weiter steigend. Deutschland und Frankreich geben zusammen rund das doppelte fürs Militär aus wie Russland. Da fragt man sich schon, wer der Aggressor ist.......
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Reto Derungs Guten Abend, es war in dem kurzen Artikel nicht möglich, ein umfassendes Bild zu zeichnen. Wir fokussierten deshalb auf die Frage, weshalb sich bisher insgesamt kaum Corona-bedingte Rückgänge bei den Verteidigungsausgaben erkennen lassen. Dies, obschon sehr viele Länder gigantische Summen für die Pandemiebekämpfung und wirtschaftliche Folgeschäden aufwenden müssen. Aber selbstverständlich hätte man auch andere Fokussierungen wählen können: die Entwicklung in Europa, das neuerdings wiederum massive Aufrüsten der USA, die Entwicklung in der Golfregion oder, wie vorgeschlagen, die Kürzungen im russischen Wehretat. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Die Dummheit einiger Menschen ist wirklich nicht zu überbieten. Anstatt gemeinsam konstruktiv und lösungsorientiert zu handeln, wird aufgerüstet was das Zeug hält. Nach dem Motto: "sollte ich untergehen, will ich möglichst viele mitnehmen."