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Legende: Audio Historische Niederlage für Premier Morrison abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 13.02.2019.
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Auf der Weihnachtsinsel Australien will umstrittenes Flüchtlingslager wieder öffnen

  • Die australische Regierung will ein umstrittenes Flüchtlingslager auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean wiedereröffnen.
  • Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Mittwoch an.
  • Zuvor war der Premier durch eine Abstimmungsniederlage in der Flüchtlingspolitik unter Druck geraten.

Der konservative Premierminister Morrison will mit der Wiedereröffnung des Lagers auf einen zu erwartenden Anstieg der Flüchtlingszahlen reagieren. Das Lager auf der abgelegenen Weihnachtsinsel war erst im Herbst geschlossen worden.

Erst am Dienstag hatte Morrison im Parlament eine herbe Abstimmungsniederlage erlitten. Die Abgeordneten stimmten mit knapper Mehrheit für einen Gesetzentwurf zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen aus den Reihen der Opposition. Seine konservative Minderheitsregierung hatte den Entwurf abgelehnt.

Reaktion auf Gesetz der Opposition

Das Gesetz gibt Asylsuchenden, die in Flüchtlingslagern auf abgelegenen Inseln festgehalten werden, das Recht, für eine Behandlung nach Australien gebracht zu werden. Morrison sagte am Mittwoch, dies gebe Menschen neue Anreize, die Überfahrt nach Australien zu wagen, weswegen er das Lager auf der Weihnachtsinsel wiedereröffnen wolle.

Auf Twitter schrieb Morrison, es sei «sein Job, dafür zu sorgen, dass die Boote nicht mehr zurückkommen». Der Opposition warf der Premier vor, die Grenzen des Landes zu schwächen.

Australiens umstrittene Flüchtlingspolitik

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  • Australien steht wegen seiner Politik der Abschreckung von Flüchtlingen seit Jahren in der Kritik.
  • Das Land bringt alle Flüchtlinge, die per Boot nach Australien kommen wollen und dabei aufgegriffen werden, in Lager auf den Pazifikinseln Nauru und auf Papua-Neuguinea.
  • Das Lager auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean wurde im vergangenen Herbst geschlossen.
  • Das Haftzentrum war seit seiner Öffnung 2008 Schauplatz von Aufständen, Todesfällen, mutmasslichen Vergewaltigungen und Selbstverletzungen.
Legende: Video Flüchtlingslager auf der Weihnachtsinsel (unkomm., 2013) abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.02.2019.
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10 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Nie wird erwähnt, dass diese paar 100 Migranten stets die Wahl haben/hatten zwischen Insel u.Heimat. Mit dieser konsequenten Haltung hat AUS unterbunden, was Europa längst hätte tun sollen. Es machte sich so mitschuldig an Tod+Leid 100'000er Menschen, an ihrer Perspektivlosigkeit in Europa, Verschleppungen, Missbräuchen, Vergewaltigungen, der Gefährdung des Gesellschaftsfriedens u.an einer sinnfreien Geldverschwendung, das für Grenzschutz+Flüchtlinge Vorort 1000x besser investiert gewesen wäre.
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    1. Antwort von Marco Rohr  (Marco Rohr)
      Und was wäre Ihrer Meinung nach die Alternative? Wenn Menschen aus ihrem Heimatland fliehen, tun sie dies deshalb, weil sie keine Perspektive mehr sehen. Und wie soll denn diese ‘vor Ort’-Hilfe in den Konfliktländern aussehen, welche Sie vorschlagen?
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      @Rohr CHN ist mE schlauer als als der Westen, es gibt nicht, es verlangt für seine Investitionen, auch in Afrika. Interessiert an Bodenschätzen, läuft die Einrichtung einer Infrastruktur, Verkehrsnetz, Flughäfen etc, auf Hochtouren, die Verschuldung Afrikas auch, beschäftigt würden vorab Chinesen. Unmengen Entw'gelder flossen in korrupte Kanäle, die würde ich stoppen,bes.bei Rücknahmeverweigerern, dafür fairer Handel, Knowhowvermittlung, Projektideen, freiwillige, finanzierte Familienplanung usf
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    3. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Australien wurde seit 2015 schon x-fach von Australischen Gerichten zu Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe verurteilt wegen Menschenunwürdiger Behandlung von Kindern und Familien. Dazu kommen Milliarden für die diversen Internierungslager. Die Zustände in diesen Lagern zu verharmlosen mit dem Hinweis, die Menschen hätten ja zurück in den Krieg gehen können, ist schlicht jenseits jeglicher Menschlichkeit. Sind das die Christlichen Traditionen, die wir hier in Europa verteidigen?
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  • Kommentar von Bruno Muller  (onurb)
    Die Linke Labour Regierung unter Kevin Rudd hat 2008 die Pacific Solution aufgeweicht, was ein Ansturm von sog. Flüchtlingsbooten ausgelöst hat. Dabei sind wissentlich ca. 1200 Menschen ertrunken und die Dunkelziffer ist aber wesentlich höher. Es ist doch verständlich, dass die amtende Konservative Regierung alles daran setzt, dass das nicht mehr passiert. Die Linken und Grünen welche das Chaos verursacht hatten, haben daraus nichts gelernt und das ganze scheint sich jetzt zu wiederholen.
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    1. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      Genau, wie In Europa. Regierungen, welche Migration aus Afrika befürworten, nehmen solche Todesfälle seit 2015 auch im Kauf. Unglaublich Menschenverachtend. Trotzdem halten sie sich daran fest, anstatt vorort die Zustände zu ändern. Das wurde aber bedeuten, dass wir Afrika nicht mehr ausbeuten. Das kommt aber nicht in Frage. Heuchlerischer geht nicht mehr. Das gilt auch für die Migrationfreundlichen in Australien.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Die konservative Regierung wirft offensichtlich lieber Milliarden für Internierungslager und Entschädigungszahlungen an unschuldige Kinder auf, als eine Menschenwürdige Flüchtlingspolitik zu betreiben. Die 1200 ertrunkenen Menschen sind ein Bruchteil jener, die weiterhin ertrinken und nicht mehr als jene, die schon wegen den Haftbedingungen in den Internierungslagern ums leben kamen.
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    3. Antwort von robert mathis  (veritas)
      HP Müller ich verstehe Ihre Argumentation nicht einerseits beklagen Sie die Ertrunkenen im Meer aber andererseits befürworten Sie dass sich weiter viele Menschen aufs Meer wagen.Ich sehe Niemand der die Zustände in AU verharmlost aber es steht uns auch nicht zu dass wir ständig kritisieren was andere Regierungen entscheiden Sie polemisieren oft unsachlich bei den Flüchtlingsproblemen
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Die medizinische Versorgung muss auch im Lager gewährleistet sein. Das scheint mir völlig klar und vernünftig zu sein. Das lässt sich auch so einrichten und sicherstellen im Lager. Ist doch kein unlösbares Problem. - Die Heimreise dieser Migranten sollten ebenfalls jederzeit sichergestellt werden können. Dazu bedarf es lediglich der konstruktiven Mitwirkung aller Beteiligten. Das Problem dürfte wohl eher genau in diesem Bereich liegen, wie überall.
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    1. Antwort von Norbert Zehner  (ZeN)
      Erwachsen die Probleme nicht vielmehr an der Verhinderung und Untergrabung dieser konstruktiven Mitwirkung durch nicht direkt Betroffene, die sich so zu Betroffenen hochstilisieren.
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