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Auf Druck von Joe Biden Brasiliens Präsident will Regenwald-Abholzung stoppen

  • Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro will die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwaldes bis 2030 beenden.
  • Dies hat er in einem Brief an seinen US-Kollegen Joe Biden zugesagt.
  • Die Erreichung dieses Ziels erfordere aber erhebliche finanzielle Mittel, erklärte der rechtsradikale Präsident.
  • Unter Bolsonaro hatte die Vernichtung des Regenwaldes in Brasilien dramatisch zugenommen.
Video
Aus dem Archiv: Die Abholzung bedroht Naturvölker im Amazonas
Aus 10 vor 10 vom 19.03.2019.
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Umweltschützer machen für die starke Abholzung der letzten Jahre direkt die Politik Bolsonaros verantwortlich, die illegale Rodungen begünstige. Bolsonaro hatte schon im Wahlkampf angekündigt, das Amazonas-Gebiet stärker wirtschaftlich zu erschliessen, und öffnete immer wieder Schutzgebiete für Landwirtschaft und Bergbau.

Bolsonaro: «Hoffe auf Unterstützung»

Um die illegale Abholzung zu beenden, hoffe er nun auf «jede mögliche Unterstützung» der internationalen Gemeinschaft sowie von Unternehmen und der Zivilgesellschaft, so Bolsonaro.

Am 22. und 23. April nimmt Bolsonaro an einem von den USA organisierten virtuellen Klimagipfel teil, zu dem 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt eingeladen wurden.

«Grüne Lunge» der Erde

Biden hat den Kampf gegen die Erderwärmung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 geführt und die Vereinigten Staaten damit bei der Klimapolitik international zum Aussenseiter gemacht. Biden kehrte nach seinem Amtsantritt im Januar umgehend wieder zu der Vereinbarung zurück.

Eine grosse Fläche auf der nur noch abgesägte Baumreste stehen. Im Hintergrund sind noch ein paar stehende Bäume.
Legende: Die gerodeten Regenwald-Flächen werden meistens für die Landwirtschaft genutzt. Keystone

Der Amazonas-Regenwald ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung - er gilt als «grüne Lunge» der Erde. Die Bäume können CO2 aufnehmen und speichern. Wenn sie jedoch abbrennen, absterben oder abgeholzt werden, gelangt das Treibhausgas wieder in die Atmosphäre.

SRF 4 News; 16.04.2021, 10.00 Uhr;

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
    Teil 2: Aufgedeckt wurde die Korruption durch einen Polizeichef im Amazonas, welcher beim obersten Gerichtshof eine Klage gegen den Umweltminister Salles einreichte. Bolsonaros Reaktion: Er entliess den Polizeichef!
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Brasilien bleibt das Land mit der weltweit ungerechtesten Landverteilung. 4,8 Millionen brasilianische Familien sind landlos, während 46 % des Landes sich in den Händen der 1 % größten Grossgrundbesitzer befindet. Mit anderen Worten verfügen nur 4.000 Großgrundbesitzer über 85 Millionen Hektar Land. Bolsonaro verteilt fleissig Land an Grossgrundbesitzer. Die Brandrodung des Waldes und die Umwandlung in Weide- oder Ackerland sind der einfachste Weg, Profit über alles. Umweltzerstörung total.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Vielen Dank, Herr Keller, für diesen informativen wie erschütternden Bericht! Solche Ungerechtigkeit ist unerträglich. Da sollte die Menschheit, die Nicht-Grossgrundbesitzer und Nicht-Reichen, gegen diese überreiche Schicht systematisch-friedlich aufstehen, so dass diese Ungerechtigkeiten in den kommenden Jahrzehnten wesentlich kleiner werden.
    2. Antwort von Stefan Herzog  (Bimbam)
      Ok Herr von Känel, sollen die Leute aufstehen und linke Regierungen wählen. Dann sollen sie aber bitte danach nicht schreien und weinen, wenn bald nichts mehr vom Reichtum mehr übrig ist. Brasilien hatte ja vor Bolsonaro zwei linke Regierungen. Das Geld wurde verprasst, ohne jegliche Nachhaltigkeit, zurück blieben Armut und Chaos. Ein noch besseres Beispiel für diesen Prozess ist Venezuela.
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Herzog: Ich habe nichts gesagt von „linken Regierungen“; es geht lediglich um mehr soziale Gerechtigkeit, die leider von Rechtskonservativen oft als „sozialistisch“ verschrien wird. Jeder Mensch hat als Geschöpf dasselbe Recht auf Nahrung. Und Korruption hängt nicht unbedingt von der politischen Seite ab.
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Bis 2030 wird Brasilien und die ganze Welt ein Desaster erleben, weil die Dummheit der Menschen mit Macht grenzenlos ist. Geld wird nicht essbar sein, eine zerstörte Natur kann uns auch nicht ernähren.
    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Im Amazonasgebiet ist diese Form der Regenwaldzerstörung immer noch vorherrschend, und Landspekulationen sind weiterhin ein lukratives Geschäft. Die Landbesitzer sind oftmals nicht wirklich an langfristigen wirtschaftlichen Aktivitäten auf ihren Grundstücken interessiert. Für sie ist es einfacher neue Waldflächen zu roden und die verlassenen Grundstücke den Grossgrundbesitzern für den industriellen Sojaanbau zu überlassen, ein Teufelskreislauf. Der Regenwald das Naturwunder - wird zerstört.
    2. Antwort von Martin Vischer  (Martin Vischer)
      Wir, der nördliche Westen, sollten uns unserer kolonialen Vergangenheit besinnen und unsere Ableger zurückholen.