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Legende: Video Protestierende ziehen durch die Budapester Innenstadt abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.12.2018.
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Auseinandersetzungen in Ungarn Tausende protestieren gegen «Sklavengesetz»

  • Bereits zum dritten Mal in Folge haben in Budapest tausende Menschen gegen die Regierung von Viktor Orban demonstriert.
  • Der Grund für die Proteste: Am Mittwoch wurde ein Gesetz beschlossen, das die Erhöhung der zulässigen Überstunden von 250 auf 400 pro Jahr vorsieht.

Beglichen oder bezahlt werden muss die zusätzlich geleistete Zeit neu innert drei Jahren. Die Opposition spricht von Sklaverei.

Weniger Gewalt als am Donnerstag

Anders als an den Tagen zuvor kam es Samstagnacht zu weitaus weniger Zusammenstössen mit der Polizei. Die Beamten setzten lediglich einmal Tränengas ein, als Demonstranten sie vor dem Parlament mit Gegenständen bewarfen. Drei von ihnen wurden festgenommen, berichtete das Nachrichtenportal «inedex.hu».

Am Donnerstag hatte die Polizei massiv Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die sie mit Gegenständen beworfen hatten. 35 Menschen waren festgenommen worden.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    In der ungarischen Gesellschaft fehlt es an Vertrauen. Das zeigen Umfragen. Die Menschen haben kein Vertrauen ineinander, und sie vertrauen auch ihren Institutionen nicht. Darunter leidet die Wirtschaft. Aber in der Politik lässt sich das grassierende Misstrauen ausbeuten.
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    1. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      @Plal: ... und deshalb wählt 2/3 der Bevölkerung Orban. Interessante Analyse von Ihnen.
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    2. Antwort von Peter Imber  (Wasserfall)
      Frau McQueen, die Zweidrittelsmehrheit kam ja auch in im Vorfeld zu den Wahlen sehr demokratisch geführten Aktivitäten zustande...
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  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Ebenda)
    400 Überstd./Jahr mit 3-jähriger Auszahlungs-/Kompensationszeit ist nicht wirklich arbeitnehmerfreundlich. In der jetzigen Situation braucht Ungarn dringend Investitionen, Investitionen! Arbeinehmerschutz muss man sich auch erst leisten können. Sagen Sie doch einem arbeitslosen Familienvater in Ungarn, es gäbe für jhn keine Arbeit, weil die atuelle Überstundenregelung Investoren abschrecken. Und wenn dann Ungaren emigrieren schreien die Zielländer wieder auf.
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    1. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      @Ebenda: So ist es eben. Ohne diese Investitionen wäre Ungarn nicht auf dem derzeitigen wirtschaftlichen Niveau. Deshalb musste das Gesetz auf EU-Ebene aufgehoben und angepasst werden.
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Damit rechtfertigt man also die Arbeitsbedingungen für die Menschen... mit Investitionen, welche dann vor allem einer kleiner Minderheit zugute kommen. Mehr Rechtsstaatlichkeit würde auch weniger Investoren abschrecken aber da hält die Regierung eisern dagegen. Lockt hingegen das Geld, so verkauft man seine Bürger an die Konzerne.
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  • Kommentar von Martin Meier  (M.Meier)
    Was genau wollen die Protestierenden? Neue Arbeitsplätze werden durch das Gesetz geschaffen, aber die teilweise linksextreme (da wurden Goldsichelfahnen geschwenkt), wollen auch das nicht. Hauptsache protestieren.
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Durch Überstunden werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern die einzelnen Arbeiter müssen mehr leisten, anstatt die Arbeit auf mehr Arbeitskräfte zu verteilen.
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    2. Antwort von Martin Meier  (M.Meier)
      gerne wüsste ich, was ein Ablehner zu diesem Thema zu sagen hat. Aber bitte keine populistischen Aussagen wie "Sklavenarbeit", sondern eine fundierte Antwort. Danke!
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    3. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      @Mika: Da es in Ungarn einen sehr grossen Arbeitskräftemangel gibt, versucht die Regierung, die Arbeitnehmer mit mehr Verdienstmöglichkeiten zu halten. Mit investorenfreundlichen Gesetzen bringt Ungarn westliche Unternehmen ins Land und schafft Tausende von Arbeitsplätzen. 160 Städte in der EU haben sich für das neue BMW Werk beworben, gewonnen hat Debrecen. So funktioniert der neue Liberalismus in der EU. Ohne Investitionen steigt die Arbeitslosigkeit. Streiks hingegen sind kontraproduktiv.
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    4. Antwort von Martin Meier  (M.Meier)
      @Koller: Dieses Gesetz ist auf die deutschen Autohersteller zugeschnitten, die nur so in Ungarn investieren, und ergo Arbeitsplätze schaffen.
      -Leider ist dieser Artikel sehr schlecht, da er über die Gründe für das Gesetz nicht spricht. Solch ein Artikel sollte eigentlich gar nicht veröffenlticht werden, da er die Leute nicht informiert, sondern nur oberflächlich missinformiert.
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    5. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, indem man den Arbeiter mehr Arbeit zumutet ist schlichtweg unsinnig. Man sollte sich mal fragen, wieso die Menschen scharenweise das Land verlassen. Anstatt ausländische Investitionen als Vorwand zu nehmen, könnte man auch das lokale Gewerbe stärken und bessere Bedingungen für die Menschen schaffen. Dazu müssen die Überstunden erst innerhalb von 3 Jahren kompensiert werden... falls es dann überhaupt dazu kommt. Da wäre ich dann auch weg.
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    6. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      @Mica: Ja, das kannst man fragen, aber nicht nur in Ungarn, sondern auch in Deutschland, Frankreich, Italien, etc. Warum arbeiten Tausende von Grenzgängern in der Schweiz, Millionen von Polen in Grossbritannien usw.? Die Gesetze sind in der EU nicht besser. Dennoch gehen die Menschen nicht auf der Strasse. In Ungarn geht es um Provokationen gegen die Regierung und wird von aussen unterstützt, aber die meisten Leute durchschauen es.
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    7. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      @Mica: Ja, das kannst man fragen, aber nicht nur in Ungarn, sondern auch in Deutschland, Frankreich, Italien, etc. Warum arbeiten Tausende von Grenzgängern in der Schweiz, Millionen von Polen in Grossbritannien usw.? Die Gesetze sind in der EU nicht besser. Dennoch gehen die Menschen nicht auf der Strasse. In Ungarn geht es um Provokationen gegen die Regierung und wird von aussen unterstützt, aber die meisten Leute durchschauen es.
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    8. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      2. Versuch... Diese Argumentation mit dem Feind von Aussen kennt man ja bereits. Wird ständig von Regierungen genutzt, welche es selbst vermasselt haben. Sehr durchschaubar.
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