Zum Inhalt springen

Header

Video
Sturm richtet schwere Schäden an
Aus Tagesschau vom 03.09.2021.
abspielen
Inhalt

Ausläufer des Hurrikans «Ida» Rekordunwetter nach «Ida»: Tote, Notstand und Chaos in New York

  • Ein Rekordunwetter nach Hurrikan «Ida» hat im Nordosten der USA für Sturzfluten und starke Überschwemmungen gesorgt.
  • Mindestens 44 Menschen sind seit Mittwochabend ums Leben gekommen.
  • New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief den Notstand aus.

In weiten Teilen von New York, New Jersey, Pennsylvania und Connecticut haben die Bewohner mit vollgelaufenen Kellern und Stromausfällen zu kämpfen. Viele sind noch immer in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen.

Durch die Ausläufer des Tropensturms «Ida» sind Autos weggespült worden, die U-Bahnlinien in New York City stehen unter Wasser. «Ida» war zuvor noch mit Hurrikan-Stärke über die Golfküste hinweggezogen. Ganze Orte wurden zerstört, die Schäden gehen in die Milliarden.

Die meisten Menschen in New Jersey seien gestorben, als sie in ihren Autos von den Fluten überrascht wurden, erklärte der Gouverneur Phil Murphy auf Twitter.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach am Donnerstag von mindestens 13 Toten in der Metropole. Die meisten davon starben, als ihre Kellerwohnungen überflutet wurden. Solche unterhalb des Strassenniveaus gelegenen Wohnungen stellen auf dem teuren New Yorker Immobilienmarkt eine günstigere Alternative dar.

Auch im Bundesstaat Pennsylvania sind laut den Behörden mindestens fünf Personen ums Leben gekommen. Eine Person wurde von einem umfallenden Baum erfasst, eine andere ertrank in ihrem Auto. In Connecticut starb ein Beamter, als sein Streifenwagen von den Fluten erfasst wurde.

Sechs Tornados im New Jersey und Pennsylvania

Box aufklappen Box zuklappen

Laut dem Nationalen Wetter (NWS) gab es Mittwoch insgesamt sechs Tornados in den beiden Bundesstaaten New Jersey und Pennsylvania. Die Stürme hätten Windgeschwindigkeiten von 121 bis 209 km/h erreicht. Weitere Tornados wurden auch aus dem Bundesstaat Maryland gemeldet.

Notstand in New York ausgerufen

De Blasio hatte bereits am Mittwoch in New York den Notstand ausgerufen. Die Menschen sollten in Häusern Schutz suchen und nicht auf die Strasse gehen, um den Rettungskräften die Arbeit zu ermöglichen.

Der Nationale Wetterdienst (NWS) hatte angesichts der lebensbedrohlichen Lage erstmals einen Sturzflut-Notfall für New York und Umgebung erklärt. De Blasio zeigte sich trotzdem von der Stärke des Sturms überrascht. Bis in den Donnerstag hinein standen weite Teile des zwischenzeitlich komplett eingestellten U-Bahn-Verkehrs still.

Im New Yorker Central Park waren am Mittwochabend Regenmassen in nicht gekanntem Ausmass gefallen. 80 Millimeter registrierte der Nationale Wetterdienst binnen nur einer Stunde. Der erst Ende August aufgestellte Rekord für New York hatte bei 49 Millimetern gelegen. Insgesamt fielen in einigen Teilen der Region deutlich über 200 Millimeter.

Angesichts der Lage verhängte die Metropole eine zwischenzeitliche Reisesperre: «Alle Nicht-Notfallfahrzeuge müssen sich ausserhalb der Strassen und Autobahnen von NYC befinden», teilte die Stadt auf Twitter mit.

Video
Land unter in New York: die Bilder
Aus SRF News vom 02.09.2021.
abspielen

Biden: «Wir müssen handeln»

US-Präsident Joe Biden sieht in den verheerenden Stürmen, Unwettern und Waldbränden in den USA Belege für die Klimakrise. Die Infrastruktur des Landes müsse der Bedrohungslage angepasst werden, sagte Biden. Stürme, Überflutungen und Brände würden sich künftig häufiger ereignen und heftiger ausfallen. «Wir müssen handeln.»

Das Weisse Haus kündigte ausserdem an, dass Biden am Freitag das zuvor von «Ida» getroffene Katastrophengebiet im Süden der Vereinigten Staaten besuchen wolle. Der Präsident reise dafür nach New Orleans im Bundesstaat Louisiana, hiess es.

«Ida» war am Sonntag als gefährlicher Hurrikan der Stärke vier von fünf südwestlich von New Orleans auf die Küste des südlichen Bundesstaates Louisiana getroffen. Danach schwächte sich der Sturm ab und zog weiter nach Nordosten.

SRF 4 News, 03.09.2021, 01.00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

35 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von werner freyler  (Werner Stadler)
    Wen der Meeresspiegel steigt wird New York nicht mehr bewohnbar sein!
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Amsterdam liegt 2m unter dem Meeresspiegel (andere Teile des Landes bis zu 7m) und ist wunderbar bewohnbar. Das gleiche sehen wir in New Orleans welche 1.8 m unter dem Meeresspiegel liegt.
    2. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Andreas Müller. Amsterdam kann man wirklich nicht mit New York vergleichen. In Amsterdam gibt es keine Hurrikane. New Orleans ist ja vor Jahren auch sehr beschäftigt worden. Wenn man die Auswirkungen eines Hurrikans nicht kennt, sollte man nicht so unnötige Vergleiche machen. Bei einem Hurrikan sind eigentlich drei Ereignisse, die zusammen das ganze Chaos ausmachen. Da ist einmal der Regen, dann der Wind und dann noch das Meer.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Viele meinen ja, wir sollten uns einfach anpassen. Häuser könnten ja künftig unterirdisch gebaut werden, um der Hitze im Sommer zu entfliehen. Oben drauf kann man dann ja Bäume pflanzen um das übermäßige CO2 aufzunehmen. So etwa?
    Das passt den vielen Leugnern wahrscheinlich auch nicht. Keine Ideen, aber immer dagegen.;-)
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Fahren sie mal nach Pellworm, eine der Hallig Inseln ins Nordfriesischen Watt. Die Insel liegt unter dem Meeresspiegel und sämtliche Gebäude sind auf so gerannten Warften gebaut, das Hügel die über den Meeresspiegel heraus ragen und mit Deichen geschützt sind. Die Insel selber hat auch mächtigen Deiche die jedem Sturm trotzen. für Notfälle hat man Schutzräume auf hohen Stelzen. CO2 kann man technisch absorbieren, die Firma Climeworks macht es vor.
    2. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Ich war schon auf Pellworm. Was sie beschreiben, ist aber keine Lösung für die zunehmende Hitze.
  • Kommentar von Peter Stutz  (Peter Stutz)
    Am 23. August 2021 wurden in New York wegen Hurrikan Henri die mit Abstand höchsten Niederschlagsmengen seit je gemessen.
    Dieser Allzeitrekord hielt eine Woche, bis am 1. September 2021 wegen Hurrikan Ida in New York die höchsten Niederschlagsmengen seit je gemessen wurden.
    Erkennt jemand ein Muster?
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Es dürfte schwierig sein, aus nur 2 Datenpunkten ein Muster zu erkennen zu wollen. Um eine Gerade zu erkennen bräuchten sie mindesten 3 Punkte.