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International Australien ratifiziert Pariser Klimaabkommen

Es ist der erste Schritt in Richtung Umweltschutz: Australien hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert. Somit wird es die Kohleindustrie zukünftig schwer haben.

Australien hat das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert. Premierminister Malcolm Turnbull nannte das Abkommen einen Wendepunkt, der die internationale Gemeinschaft wach gerüttelt habe.

Der Kontinent gehört wegen seiner Kohleindustrie zu den Ländern mit den höchsten klimaschädlichen Emissionen der Welt. Australiens Regierung tut nach Meinung von Klimaschützern nicht genug, um Emissionen zu reduzieren.

Emissionshandel abgeschafft

Unter Turnbulls Parteifreund und konservativem Amtsvorgänger Tony Abbott hatte Australien als erstes Land der Welt einen Emissionshandel wieder abgeschafft, um die Industrie nicht zu sehr zu belasten.

Fast 200 Staaten hatten im vergangenen Dezember in Paris das Ziel vereinbart, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu reduzieren. Das Abkommen trat Anfang November in Kraft, wird aber erst nach Ende des Kyoto-Protokolls 2020 angewendet. In Marokko tagen gerade Experten und Politiker, um Verfahren und Zeitpläne zur konkreten Umsetzung der Pariser Klimaziele auszuarbeiten.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    120 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr verschifft werden. Der Plan: Vertiefen, ausbaggern! Und die Mio.To. an Schlamm anschliessend im Great Barrier Reef-Marineschutzpark entsorgen. Das Ökosystem ist äusserst sensibel: Klimawandel, Tropenstürme, Düngemittel aus der Landwirtschaft – all das macht den Korallen schon genug zu schaffen. Peinlich für die Regierung, den Status Weltnaturerbe zu verlieren. Sie setzen einfach alles daran, Wirtschaftsinteressen zu befriedigen – und der Kohleindustrie!
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Die Vielfalt von Flora und Fauna am Great Barrier Reef ist einzigartig. Australien sollte alles tun um dieses Wunder der Natur zu retten. Im Jahr 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt und wird auch als eines der sieben Weltwunder der Natur bezeichnet. Unvorstellbar, dass in diesen geschützten Gewässern eine Schlammdeponie entstehen soll. Der Kohlehafen an der Ostküste ist zum Schauplatz eines erbitterten Kampfes um die Zukunft des Korallenriffs geworden.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die ganzen fossilen Energieträger sollten eigentlich längst überholt sein. Als Grundstoffe für alle möglichen Produkte sind sie viel zu wertvoll zum verheizen. Die Folgen für Menschen und Umwelt sind gravierend. Nach der Epoche Menschheit wird sich die Erde kurz schütteln und dann beginnt eine neue Epoche. Die Menschheit hätte es im Griff, klüger zu handeln.
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