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Sehr kritische Reaktionen auf die Kündigung des Abkommens
Aus HeuteMorgen vom 05.11.2019.
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Austritt aus Klimaabkommen Trump macht Ernst und reicht die Kündigung ein

  • Die USA kehren internationalen Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel nun auch offiziell den Rücken.
  • Die US-Regierung habe zum erstmöglichen Termin ihre Kündigung des Klimaabkommens von Paris eingereicht, teilte Aussenminister Mike Pompeo mit.
  • Führende US-Demokraten bezeichneten den Vollzug der 2017 eingeleiteten Kündigung als «schockierend».

Die USA würden in internationalen Gesprächen auch künftig weiter ein «realistisches und pragmatisches Modell» vertreten, verkündete Pompeo. Man werde auch weiter mit Partnern zusammenarbeiten, «um die Widerstandskraft gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu stärken».

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten werde weiter wachsen und gleichzeitig ihre Emissionen reduzieren, beteuerte Pompeo. Dabei werde man weiter auf einen Energiemix setzen, der auch fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl einschliesst. Die UNO bestätigte den Erhalt des Kündigungsschreibens.

Schockierte Opposition

Führende US-Demokraten bezeichneten den Vollzug der 2017 eingeleiteten Kündigung des Pariser Klimaabkommens durch die Trump-Regierung als «schockierend». Der Klimawandel sei «die existenzielle Bedrohung unserer Zeit» und gefährde Gesundheit und Wohlergehen aller Menschen, erklärte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

Internationale Kritik am Schritt der USA

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Internationale Kritik am Schritt der USA

Auch international gab es kritische Reaktionen zur Kündigung des Klimaabkommens durch die Regierung Trump. So brachte ein französischer Regierungsbeamter das Bedauern von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über den Schritt zum Ausdruck. Zugleich gab er bekannt, dass Macron und der chinesische Präsident Xi Jinping bei ihrem Treffen am Mittwoch in Peking ihr Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen bekräftigen werden. Demnach wollen sie eine Vereinbarung unterzeichnen, in der die Unumkehrbarkeit des Pariser Klimaabkommens von 2015 erklärt wird.

Präsident Donald Trump begehe damit Verrat an der Zukunft aller Kinder. Der im Senat führende Demokrat Chuck Schumer sprach von einem «dramatischen Rückschritt», der sich jahrzehntelang negativ auf die Umwelt, die Wirtschaft und die nationale Sicherheit auswirken werde.

Trump löst Versprechen ein

Die Kündigung des Pariser Klimaabkommens kommt mehr als zwei Jahre nach Trumps Ankündigung, die USA aus dem Vertrag herauszulösen. Aus seiner Sicht ist das Abkommen zu kostspielig und benachteiligt die Vereinigten Staaten im internationalen Wettbewerb. Trump wird dafür bis heute international heftig kritisiert. Die Vereinigten Staaten sind – hinter China – der zweitgrösste Verursacher von Treibhausgasen.

Das Pariser Klimaabkommen trat vor am 4. November 2016 in Kraft. In den ersten drei Jahren war es für keinen der Unterzeichnerstaaten möglich, zu kündigen. Wirksam wird eine Kündigung nach Ablauf einer Frist von einem Jahr. Im Fall der USA also erst am Tag nach der nächsten Präsidentenwahl am 3. November 2020.

Bei Trumps Republikanern war das Abkommen nie beliebt, teils ist es ihnen gar verhasst. Dem Präsidenten dürfte die offizielle Aufkündigung zu Beginn des langen Wahlkampfs daher neuen Auftrieb geben.

Erderwärmung gemeinsam stoppen

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Erderwärmung gemeinsam stoppen

Das Pariser Klimaabkommen hat das Ziel, die Erderwärmung auf klar unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die Vertragsstaaten sollen sich anstrengen, sie bei 1,5 Grad zu stoppen. Entscheidende Teile der Vereinbarung sind völkerrechtlich verbindlich. Es gibt jedoch keine Strafen bei Nichterfüllung der Zusagen. 195 Staaten sind Teil des Klimaabkommens, darunter auch die Schweiz.

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80 Kommentare

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  • Kommentar von B. Moser  (moser.b)
    Man kann sagen was man will, aber Trump setzt seine Versprechen (gnadenlos) um! Niemand kann sagen, er hätte es nicht gewusst!
    Und Trump ist konsequent, nachdem New York weiter Tag für Tag auf im rumhackt, verlegt er sein Wohnsitz kurzerhand in den Swing-Staat Florida! Und dies könnte für die Wahlen 2020 durchaus Entscheiden sein. Und der Wähler in den USA weiss an was es ist.
    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Sie ehren und Bewundern einen Rücksichtslosen Menschen der nur auf seinen Vorteil bedacht ist? Das sagt viel aus.
  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    "Trump loest Versprechen ein". Das ist genau das was Trump konsequent macht. Weiteres Kommentieren ist an sich ueberfluessig.
    1. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Wer bezahlt die Mauer?
    2. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Die Skrupelosen Egos feiern. Sie lieben nur sich ihre Kinder sind ihnen Egal.Gleich zu gleich gesellt sich.
    3. Antwort von Walter Wieser  (Walt)
      Die Mauer ist allein schon durch die Aufgabe des NAFTA Vertrages indirekt von Mexico bezahlt worden. Unabhaengig davon ob der USMCA vom Kongress ratifiziert wird oder nicht.
    4. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      @Wieser, da sieht man was eine Minderheit Anstellt wenn sie einen solchen Menschen als Präsidenten Installieren kann. Er setzt Versprechen durch die nur eine Minderheit wünscht! Das hat mit Demokratie nichts zu tun. Sie und Er werden dafür nie bezahlen. Ihre und seine Kinder schon! Aber Egoisten haben noch nie an andere gedacht. Sie lieben sich selbst und feiern ihre Rücksichtslosigkeit als Stärke. Eigentlich sehr Arme menschen die meist sehr einsam sind, weil man nur ihr Geld liebt.
  • Kommentar von N. Schmid  (Schmid)
    Die USA schiesst sich damit in den eigenen Fuss und Peking lacht sich ins Fäustchen.
    Denn früher oder später werden die USA ebenfalls auf erneuerbare Energien und eine elektrifizierte Wirtschaft umsteigen müssen, aber die Technologie werden nicht mehr sie, sondern die Chinesen entwickelt haben.