Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Kandidatenrennen bei den Tories abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 10.06.2019.
Inhalt

Auswahlverfahren gestartet Nachfolger für Theresa May gesucht

  • Die Suche nach einem Nachfolger der britischen Premierministerin Theresa May startet mit einem speziellen Auswahlverfahren.
  • Zunächst wird das Feld der Bewerber in mehreren Wahlgängen von den Tory-Abgeordneten auf zwei reduziert.
  • Die beiden Kandidaten müssen anschliessend in einer Stichwahl gegeneinander antreten.
  • Ende Juli wählen dann die 160'000 Parteimitglieder in einer Stichwahl, wer Mays schwierigen Job erbt.

Zehn Politiker der regierenden Konservativen wollte sich um den Posten als Chef der Partei bewerben – und damit auch um das Amt des Premierministers. Noch bis um 18 Uhr konnten sich Kandidaten melden.

Kronfavorit Boris Johnson

Als Favorit für Mays Nachfolge gilt der Brexit-Hardliner und frühere Aussenminister Boris Johnson. Er ist zwar als Chefdiplomat in viele Fettnäpfchen getreten. Ihm wird aber zugetraut, Brexit-Wähler, die sich von den Konservativen abgewendet haben, zurückzugewinnen.

Auch sein Nachfolger im Aussenministerium, Jeremy Hunt kandidiert. Hunt startete heute seine Wahlkampagne und machte klar, es muss einen Brexit-Deal mit der EU geben.

Umweltminister Michael Gove werden gute Chance auf das Amt des Premierministers eingeräumt. Ob das aber so bleibt? Am Wochenende gab er in Interviews zu, Kokain genommen zu haben – vor mehr als 20 Jahren «bei verschiedenen Gelegenheiten». Er bedauere dies sehr und gehe davon aus, dass ihn das nicht für die Bewerbung disqualifiziere.

Zu den weiteren Bewerbern für die Nachfolge zählt der ehrgeizige Innenminister Sajid Javid. Er wechselte nach dem Referendum auf die Seite der Brexit-Befürworter. Als Sohn eines pakistanischstämmigen Busfahrers verkörpert er den Traum vom sozialen Aufstieg in einer stark von Klassendenken geprägten Gesellschaft.

Auch Dominic Raab trommelte heute für sich als Nachfolger der Premierministerin. Sein Amt als Brexit-Minister gab er nach nur wenigen Monaten aus Protest gegen den Vertragsentwurf zum EU-Austritt auf.

Einige Interessenten gelten als chancenlos. Darunter ist beispielsweise der Entwicklungshilfeminister Rory Stewart.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ergänzung: Vielleicht wären sofortige Parlaments-Neuwahlen am besten. Dieses Parlament war so stur, jede Partei auf ihre Position bezogen, nicht mehr aufs Wohl des Volkes, dass dieses Parlament kaum noch die Legitimation verdient. Ueber B. J. habe ich mich schon geäussert.Ich wünsche mir Kräfte in der Politik Englands und in jedem Land Europas, die an offenen europäischen Polit-und Handelsbeziehungen arbeiten und nicht hypernationalistisch auftreten und dafür das Volk vor den Karren spannen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
      Ich fürchte, wir sehen auch hier so eine Art "Matteo Salvini" Effekt. Der Erfolg von Nigel Farrage bei den Europawahlen hat gezeigt, dass es mit der Liebe zur EU bei vielen Briten in England "proper" nicht weit her ist, obwohl das Land durch die Mitgliedschaft in der EU sicherlich profitiert hat.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Man könnte auch Argumentieren, dass gerade die Neuwahlen, die May durchführen liess, das Parlament in diese Lager brachte. Schliesslich hat sie dadurch die klare Mehrheit verloren.
      Demgegenüber steht, dass die Torys innerhalb der Partei schon so gespalten waren und sind, dass es möglich gewesen wäre, selbst mit der Mehrheit im Unterhaus keine Mehrheit für das Brexit-Abkommen zu erhalten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Georg Schneider  (Merguez)
      Absolut richtig, Herr Koch. Die ,,snap elections'' war die erste von vielen Fehlentscheidungen, die TM während dieses ganzen Brexit-Kasperltheater getroffen hat. Höchst whs. war es sogar die schwerwiegendste Fehlentscheidung von allen. Ohne diese elections 2017 wäre der Brexit-Deal wohl durchgekommen. Nun wird die zusätzlich gewährte Zeit erneut für irgendwelche politischen Grabenkämpfe und Ränkespiele verschwendet. Es ist schier unfassbar!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Na, dann lasst doch den Boris den Karren endgültig an die Wand fahren. Mit seinen Lügen hat er den Stein ja erst richtig ins Rollen gebracht!;))
    Ablehnen den Kommentar ablehnen