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Der Lockdown hat verheerende Konsequenzen für Frauen
Aus HeuteMorgen vom 01.05.2020.
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Auswirkungen der Coronakrise Frauen und Mädchen trifft die Pandemie besonders hart

Sieben Millionen ungewollte Schwangerschaften, 31 Millionen Fälle sexueller Gewalt: Die Prognosen der UNO sind düster.

Besonders in einkommensschwachen Regionen wie in Südostasien könnte die Corona-Pandemie verheerende Folgen für Frauen und Mädchen haben. «Es ist eine Krise in der Krise», sagt Mónica Ferro, Direktorin des UNO-Bevölkerungsfonds in Genf.

Millionen Fälle von sexueller Gewalt

Dauert der Lockdown dort noch sechs weitere Monate an, dann gibt es laut Prognose der UNO sieben Millionen ungewollte Schwangerschaften, 31 Millionen Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen, zwei Millionen Fälle von weiblichen Genitalverstümmelungen und 13 Millionen zwangsverheiratete Mädchen.

Die Gründe, weshalb die Pandemie Frauen und Mädchen besonders hart treffe, seien vielfältig, sagt Ferro. Gesundheitssysteme in Ländern wie Bangladesch oder den Philippinen seien derzeit überlastet. Das führe dazu, dass die medizinische Versorgung von Frauen und Mädchen zu kurz käme, so Ferro. Oder aber die Frauen gingen von sich aus nicht mehr zur Gynäkologin oder zur Hebamme – aus Angst, sich anzustecken.

Lieferengpässe bei Verhütungsmitteln

Die teilweise Stilllegung der Wirtschaft führe ausserdem zu Lieferengpässen bei Verhütungsmitteln. Für die Frauen werde damit der Zugang zu Kontrazeptiva schwieriger und so steige das Risiko, ungewollt schwanger zu werden. Die Pandemie führe so zu mehr Schwangerschaftsabbrüchen und Komplikationen.

Mit dieser düsteren Prognose will der UNO-Bevölkerungsfonds Regierungen aufschrecken und dazu bringen, die sexuelle Gesundheit von Frauen und Mädchen auch während der Corona-Pandemie weiter sicherzustellen. Ansonsten drohe Frauen und Mädchen Katastrophales.

Heute Morgen, 1.5.2020, 6.12 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Um was geht es nun da, um Vergewaltigungen oder der Pandemie von Covid-19 oder um den Lock-Down ? - Immer wieder erstaunlich, wie da die Zusammenhänge auf Umwegen so einfach schnell mal hergestellt werden, zwischen Sachen, die eigentlich nichts oder sehr wenig, wenn überhaupt miteinander zu tun haben können. - NB: Auch ohne Covid-19 gibt es (leider auch) Vergewaltigungen, dass dürfte wohl noch einleuchten, oder ?
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    1. Antwort von Benedikt Walchli  (Baenzi)
      Ich lebe selber seit 2013 hier in den Philippinen und glaube auch, dass das Bild von den Philippinen bez. Corona zu schwarz gezeichnet wurde. Ungewollte Schwangerschaften ist hier wirklich nichts neues, und war schon seit längerem ein Problem. In der Philippinischen Clan-Kultur wird das aber viel besser aufgefangen als in westlichen Kulturen wo es dann fast immer notgedrungen zu einem Abbruch kommt, was ich aus persönlichen/geistlichen Gründen strikte ablehne.
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Haller Hans "Auch ohne Covid-19 gibt es (leider auch) Vergewaltigungen, dass dürfte wohl noch einleuchten, oder?" Dass es bei Ausgangssperren, speziell in engeren Wohnverhältnissen und oft noch vor Kindern, noch häufiger zu Gewalt in den eigenen vier Wänden kommt, das vermag Ihnen wohl auch nicht einzuleuchten, oder?
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