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Legende: Video Queen erklärt Trump den Wert der Zusammenarbeit abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus SRF News vom 04.06.2019.
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Besuch in Grossbritannien Trump beim Staatsbankett im Buckingham Palace

  • Am Staatsbankett zu Ehren des US-Präsidenten hat Queen Elizabeth II Donald Trump ungewohnt direkt aufgefordert, internationale Organisationen zu erhalten.
  • Für den zweiten Tag des Trump-Besuchs am Dienstag werden heftige Proteste erwartet.
  • Für Zündstoff dürfte auch Trump selbst sorgen, wenn er Noch-Regierungschefin Theresa May trifft.

Trump schrieb am Montag fast überschwänglich auf Twitter, sein London-Besuch laufe sehr gut. Die Queen und die gesamte Königsfamilie seien «fantastisch», und die Verbindung zu Grossbritannien sei sehr stark. Es gebe dort in riesiger Zahl Menschen, die die USA liebten.

Subtile Kritik der Queen

Beim Staatsbankett zu Ehren Trumps im Buckingham-Palast am Abend lobte die Queen in ihrer Ansprache die «enge und langjährige Freundschaft» zwischen den beiden Staaten, forderte Trump jedoch ungewöhnlich deutlich auf, internationale Institutionen zu erhalten.

Angesichts der Opfer des Zweiten Weltkriegs hätten die beiden Länder mit anderen Verbündeten eine Reihe von internationalen Institutionen aufgebaut, um sicherzustellen, dass sich die «Schrecken des Konflikts» nicht wiederholten, sagte die 93 Jahre alte Monarchin. «Obwohl sich die Welt verändert hat, sind wir uns der ursprünglichen Bestimmung dieser Strukturen bewusst: Völker arbeiten zusammen, um einen hart erkämpften Frieden zu bewahren.»

Proteste erwartet

«Ich habe bis jetzt keine Proteste gesehen, aber ich bin sicher, dass die Fake News sich sehr bemühen werden, welche zu finden», schrieb Trump weiter: «Viel Liebe überall.»

Der dreitägige Staatsbesuch des US-Präsidenten in Grossbritannien ist sehr umstritten. Millionen Briten unterzeichneten eine Petition, um den Staatsbesuch zu verhindern. Anders als ein normaler Arbeitsbesuch wird eine Staatsvisite mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert.

Am Dienstag werden im Zentrum Londons grosse Proteste gegen Trump erwartet – parallel zu dessen Treffen mit der scheidenden britischen Premierministerin Theresa May.

Angriff auf Twitter

Kurz vor seiner Landung in London hatte Trump bereits für Ärger gesorgt. Noch aus der Präsidentenmaschine im Anflug auf den Flughafen Stansted schrieb er auf Twitter über Londons Bürgermeister Sadiq Khan: «Er ist ein Totalversager (‹stone cold loser›), der sich auf die Kriminalität in London konzentrieren sollte, nicht auf mich».

Bürgermeister Khan, «der nach allem, was man hört, als Bürgermeister von London eine schreckliche Arbeit geleistet hat», sei «fies» zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewesen, «dem bei weitem wichtigsten Verbündeten des Vereinigten Königreichs». Khan hatte zuvor die Entscheidung der britischen Regierung kritisiert, Trump zu einem Staatsbesuch einzuladen.

Legende: Video Eklat und Misstöne wegen Trump abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.06.2019.
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65 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Es ist erfrischend wie sich der US Präsident von all den anderen Politikern unterscheidet. Präsident Trump sagt was er denkt und macht was er sagt. Ob er bei allem Recht hat sei dahingestellt. Aber er bleibt sich und seinen Wählern treu. Großartig wie er den Mainstream und die Mischung aus USA Hassern, Altkommunisten und Rechtsnationalisten damit regelmäßige auf die Palme bringt. Weiter so und hoffentlich ‘ Trump for 2020’!
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  • Kommentar von Hanspeter Müller  (HPMüller)
    Das muss man erst einmal schaffen: Die Queen, die sich ausserhalb der Eröffnung des Parlaments nie politisch äussert (und dort auch nur sehr verklausuliert) kritisiert an einem Staatsbankett, also einer unpolitischen Feier, ihren Gast. Sie hätte ihm auch den Hintern versohlen können.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Die Freiheit der Alten, besonders der Grossmütter und der Queens...;-), Herr Müller?
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  • Kommentar von Junior Cruz  (Junior Cruz)
    In einem Kommentar hier ist mir folgender Satz aufgefallen: "Was ist schlimm daran "Rechtsnationale"Politiker zu preisen?"! Immer mehr habe ich das Gefühl, dass die Kommentarspalte hier nicht dazu dient, mit fundierten Kenntnisse, konstruktiv einen Artikel zu bereichern, sondern eher das Gefühl vermittelt, dass man sich hier in einer Selbsthilfegruppe befindet!
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Solche Aussagen kommen meist von sehr frustrierten Menschen, die neue Hoffnung bei Rechtspopulisten suchen.
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    2. Antwort von Marti Müller  (marchman)
      Das ist eine ernste Frage?
      Was ist schlimm daran? Politik besteht nun mal aus links und rechts und allem dazwischen.
      Was frust ablassen betrift haben die Trump-basher die Nase vorn, Herr Kirkhoff :-)
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    3. Antwort von Marti Müller  (marchman)
      In Südamerika Gibt's z. B auch linksnationalisten
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    4. Antwort von Junior Cruz  (Junior Cruz)
      @ Marti Müller
      Wenn das eine ernst gemeinte Frage war, dann gebe ich Ihnen eine ernst gemeinte Antwort: "Rechtsgerichtete Strömungen reichen von konservativen über rechtspopulistische Positionen innerhalb des demokratischen Spektrums bis hin zu verschiedenen Erscheinungsformen des antidemokratischen Rechtsextremismus, die ihre äußersten Extreme in Bewegungen wie Faschismus oder Nationalsozialismus finden." Irgendwo dazwischen befindet sich Ihr "Rechtsnationalismus".
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