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Stärkerer Anstieg von Neuansteckungen in Japan
Aus Tagesschau vom 05.04.2020.
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Beunruhigende Zahlen aus Tokio Nun steigen auch in Japan die Covid-19-Fälle rasant an

Auch in Japan steigen nun die Coronafälle rasant an. Japanische Medien berichten von 130 neuen Ansteckungen in einem Tag in Tokio. Das ist der bislang schnellste Anstieg seit Beginn der Coronakrise.

Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Fälle in Japans Hauptstadt damit auf über 1000. Mit 3000 Ansteckungen und 73 Todesfällen im ganzen Land waren die Zahlen in Japan im Vergleich zu europäischen Ländern bis jetzt vergleichsweise tief gewesen.

«Situation wird ernster»

Doch Gouverneurin Yuriko Koike betonte: «Wir sind jetzt an einem kritischen Punkt eines explosiven Anstiegs. Die Situation wird jetzt ernster.» Im Fernsehen bekräftigte Koike den Aufruf an die Menschen in der Metropole mit 13 Millionen Einwohnern, zu Hause zu bleiben und unnötige Ausflüge zu vermeiden. Es stünden «Leben auf dem Spiel».

Japanischer Tempel. Menschen mit Maske. Blühende Bäume.
Legende: Das schöne Wetter und die blühenden Bäume locken die Japaner nach draussen – trotz Coronavirus-Angst. Keystone

Wirtschaft in Sorge

Die Wirtschaft fürchtet sich aber vor einem landesweiten Lockdown. Wirtschaftsanalyst Toshihiro Nagahama erklärt: «Wenn nur schon Tokio und die drei Nachbarpräfekturen geschlossen würden, kostet das 3.2 Trillionen Yen. Das wäre ein Verlust von etwa 0.6 oder 0.7 Prozent des Bruttoinlandprodukts.»

Die Coronawelle trifft Japan ausgerechnet zur Zeit der berühmten Kirschblüte-Saison, in der man sich traditionellerweise in der Grossfamilie trifft. Noch setzt die Regierung auf Eigenverantwortung und fordert die Leute auf, zu Hause zu bleiben. Allerdings locken die blühenden Kirschbäume immer noch viele Menschen nach draussen.

Tagesschau, 05.04.2020, 13 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Hunziker  (MH1)
    Japan hat über 80 mal weniger infizierte pro Einwohner als die Schweiz! Das sollte auch erwähnt sein!
    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Ich möchte hier Alle anhalten, genau zu unterscheiden beginnen, wovon gesprochen wird? Meinen Sie mit Infizierte, Testpositive, Herr Hunziker oder leicht bis schwer Erkrankte mit 'typischen' COVID19 Symptomatik? Erst, wenn wir dann mal einen Antikörpertest haben werden, kann mit grösserer Verlässlichtkeit von Menschen gesprochen werden, die mit dem SARS-CoV-2 Virus in Kontakt gekommen sind und wo der Körper sich immunologisch damit auseinandergesetzt hat und Antikörper gebildet hat.
    2. Antwort von Tim Berger  (11x)
      Naja. Vielleicht meinen Sie 80 mal weniger *bestätigte* Infizierte. In Japan wurde kaum getestet. Daten sind schwer zu finden, aber gemäss "ourworldindata" wird die Gesamtzahl durchgeführter Tests in Japan auf ca. 40000 geschätzt (Stand 3.4.20). In der Schweiz sind es laut NZZ ca. 80000 (Stand 25.3.20). Japan hat 126 Millionen Einwohner, die Schweiz hat 8. Somit testen die Japaner wohl - Pi mal Daumen - 30 mal weniger. Und das Virus ist bereits seit Februar im Umlauf...
  • Kommentar von Mark. Jaeger  (jegerlein)
    Das tönt alles sehr dramatisch und ist es vielleicht auch. Rein statistisch würde es mich interessieren, wieviele Todesfälle es sonst noch gegeben hat pro Tag oder pro Periode zB in der Schweiz. Das würde doch einfach mal die Verhältnismäßigkeit aufzeigen. Vielleicht sieht es ja dann immer noch dramatisch aus aber wenigstens würde man sehen, dass man nicht nur an Corona sterben kann. Immerhin sterben in der Schweiz pro Tag durchschnittlich 180 Leute. In Italien dürften es 10mal mehr sein.
    1. Antwort von Patrik Sonderegger  (Sondepat)
      Hier findet sich die Statistik zur Mortalität in Europa, je Land und runtergebrochen auf die einzelne Woche
      www.euromomo.eu
      Da sieht man schon, dass eine erhöhte Sterblichkeit in IT und ES erkennbar ist, auch in der Schweiz, aber irgendwie alles schon mehrfach mal so da gewesen in den letzten Monaten und Jahren...vlt ändert sich das ja noch...
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Würden konsequent, wie es Bodo Schiffmann fordert, bei möglichen COVID19 Todesfällen Obduktionen gemacht, hätte man sehr schnell ein klareres Bild über die Sterblichkeiten AM oder MIT dem SARS-CoV-19..... Diese Tests sind nicht massgebend, da zu sensitiv auf mehrer Coronovirustpyen. Solche haben wir Menschen schon länger kennengelernt, so kann es sehr wohl zu beachtlich falsch positiven Ergebenissen kommen. Im Moment scheint da niemand sein Gesischt verlieren zu wollen ....
    1. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Bei diesem Virus haben wir es wohl auch mit einer weit aggressiveren und offensichtlich auch gefährlicheren Variante zu tun. Und die Bestrebungen sich da ein genaueres Bild zu verschaffen laufen weltweit. Soweit so klar, abschliessend kann man sich da noch nicht verbindlich festlegen. Bis dahin gilt: "Vorsicht ist besser als Nachsicht!"
    2. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      @Haller Hans: Sämtliche Fachleute sind sich einig, dass es sich um einen vergleichsweise harmlosen Virus handelt. Genau deshalb zeigen 80 % der Infizierten keine oder nur sehr geringe Symtome. Der Altersmedian der in der Schweiz positiv auf COVID-19 getesteten Verstorbenen ist 83 Jahre. Nur gerade 3 waren unter 50 Jahre. Und 97 % hatten eine oder mehrer schwere Vorerkrankungen. Der Virus ist nur für die bekannte Risikogruppe gefährlich und genau deshalb sollte man die besonders schützen.