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UNO fordert mehr Einsatz im Kampf gegen Corona
Aus HeuteMorgen vom 01.04.2020.
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Bewährungsprobe für die UNO Die grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres erteilt der internationalen Staatengemeinschaft schlechte Noten.

700'000 bestätigte Corona-Infizierte, 33'000 Tote weltweit. Bis zu 3.4 Billionen Franken an entgangenen Erwerbseinkommen, 25 Millionen zusätzliche Arbeitslose. 1.5 Milliarden Kinder nicht in der Schule. Rund ein Drittel gekappte Investitionen. Die erste Corona-Zwischenbilanz der UNO könnte kaum düsterer sein.

Grund genug, die Krise endlich richtig anzugehen, und zwar gemeinsam, was bisher sträflich versäumt wurde, wie UNO-Generalsekretär Antonio Guterres kritisiert.

Die ärmsten Länder sind entscheidend

Bei der Bekämpfung des Virus selber brauche es flächendeckend viel mehr Tests, eine konsequente Zurückverfolgung der Ansteckungsketten, härtere Quarantänen und weitaus mehr Spitalbetten. Und vor allem: Gelinge es nicht, das Virus auch in armen Ländern auszurotten, kehre es in Kürze wieder zurück in die reichen. Illusionen seien nicht erlaubt. In den Ländern mit den schwächsten Gesundheitssystemen entscheide sich, ob die Welt das Virus besiege.

Internationale Solidarität ist gefordert

Für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen, die jetzt schon schlimmer sind als jene der Finanzkrise von 2008, müssten die Staaten mindestens zehn Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts aufwerfen, also mindestens zehn Billionen.

Die wohlhabende Welt schaffe das wohl selber; die Drittweltländer jedoch niemals. Also müsse man ihnen unter die Arme greifen in einem Ausmass wie nie zuvor.

Ein weiteres Zeichen dafür, dass es sich um die grösste Krise handelt seit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch auf diese historische Dimension weist der UNO-Generalsekretär hin.

SRF 4 News, 01.04.2020; 06:00 Uhr

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Die grösste Krise ...." Ist völlig gleichgültig lieber Herr Guterres! Wichtig ist, wie vermindern wir die Ansteckungen und ein Massensterben? Und - NOCH VIEL WICHTIGER ist, was wir daraus lernen. Fragen könnten sein: Wie können wir unabhängig werden vom Ausland mit Medikamenten, Pflegepersonal und Verpflegung? Wie muss die Grundversorgung der Hilfsorganisationen von Militär, Zivilschutz und Zivildienst neu alimentiert werden? Wie muss der umfassende Bevölkerungsschutz angepasst werden??
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    In Kriesen- und Katastrophenzeiten, "trennt sich die Spreu vom Weizen" bei den Volks-Regierungen weltweit! Jetzt zeigen sich die "leere Worte Schwätzer und desinteressierten, auf Macht und Habgier ausgerichteten, egoistischen Regierungsleute"!
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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Naja, ausser auch hier wie beim Klima noch mehr Panik zu schüren, ob berechtigt oder wie bei letzterem höchstwahrscheinlich zu unrecht sei mal dahingestellt, tendiert der Beitrag der UNO bzw. derjenige von Herrn Guterres schon fast routinemässig gegen Null :-(
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Urs Dupont Wenn Panik "geschürt" wird, wird sie immer zu unrecht geschürt.
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    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      @SRF: Da gebe ich Ihnen vollkommen recht und das macht eben z.B. auch den Teenager aus dem hohen Norden bzw. ihre Berater äusserst fragwürdig, wenn sie sogar offen dazu stehen, möglichst viel Panik schüren zu wollen und es auch tun, z.B. am WEF explizit gesagt.
      Aber danke für den Hinweis, ich habe schlecht formuliert. Jedenfalls besten Dank, dass Sie zum Thema Corona sehr offen kommunizieren auch wenn ich mit den Schlagzeilen manchmal nicht ganz einverstanden bin.
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