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Neue Diversität in der US-Regierung
Aus Echo der Zeit vom 19.01.2021.
abspielen. Laufzeit 39:18 Minuten.
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Bidens Mitstreiter Vergleich mit Trump-Regierung: So divers ist das neue US-Kabinett

Zwölf statt drei Frauen und mehr Schwarze und Einwanderer: Joe Bidens Kabinett ist diverser als das seines Vorgängers.

Mit dem Demokraten Joe Biden ist nach dem Republikaner Donald Trump erneut ein «alter weisser Mann» ins Weisse Haus eingezogen. Der neue US-Präsident ist sogar noch vier Jahre älter als sein Amtsvorgänger. In Sachen Diversität sieht Bidens Kabinett aber deutlich anders aus. Während Trumps Kabinett zuletzt vor allem eben aus «alten weissen Männern» bestand, setzt Biden auf viel mehr Frauen, Schwarze und Einwanderinnen und Einwanderer, wie folgende Grafik zeigt.

Quelle: US-Regierung, 21.01.2021Kabinett Trump(Stand 20.01.2021)Kabinett Biden (z.T. noch nicht vom Senat bestätigt)Verteilung nach Geschlecht und Hautfarbe

Die Grafik zeigt jeweils die Mitglieder des Kabinetts, also die Minister und Ministerinnen sowie weitere hohe Beamte mit Kabinettsrang. Im Falle von Joe Biden ist die Auflistung noch vorläufig, da die meisten Mitglieder noch durch den Senat bestätigt werden müssen.

Die Symbolbilder bilden die echten Personen dahinter natürlich nur annähernd ab – dennoch zeigt sich deutlich, wie sehr sich beide Kabinette unterscheiden. Während Donald Trump zuletzt nur drei Frauen mit Kabinettsrang um sich geschart hatte, sind es bei Joe Biden zwölf. Trumps Kabinett kam auf einen Schwarzen und eine Frau mit jüngerem Migrationshintergrund, Bidens Regierungsmannschaft umfasst sechs Schwarze und insgesamt rund zehn Angehörige von Minderheiten, Migrantinnen und Migranten oder Kinder von Einwanderern.

Dabei besteht Bidens Kabinett allerdings auch aus drei Personen mehr: Die Positionen der Vorsitzenden des Council of Economic Advisers, des Sondergesandten des US-Präsidenten für das Klima und des Wissenschaftsberaters des Präsidenten gab es unter Trump nicht.

Auch dass mit Verkehrsministerin Elaine Chao und Bildungsministerin Betsy DeVos im Januar 2021 gleich zwei Frauen zurückgetreten waren, verschob das Geschlechterverhältnis in Trumps Kabinett weiter zugunsten der Männer.

Mit seinem von Vielfalt geprägten Kabinett trägt Joe Biden jedenfalls einer Ankündigung Rechnung: «Meine Regierung wird wie Amerika aussehen», versprach er bereits früh.

SRF 4 News, 21.1.2021, 12 Uhr

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Die Heterogenität im Kabinett Biden ist sicher beachtenswert. Allerdings sollte man auch wieder betonen, dass alles Amerikaner sind. Man sollte auch für die Einheit stehen und sich nicht dauernd anhand von ethnischen, religiösen, gesellschaftlichen und was weiss ich was für Subgruppen definieren. Letzten Endes sitzen alle im gleichen Boot. Das spektakulärste für mich ist, dass das erste Mal eine Ureinwohnerin im Kabinett sitzt. Dass dies über 200 Jahre gedauert hat sagt auch einiges.
  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Eines ist sicher, das neue Kabinett besteht nicht aus offensichtlichen Pfeiffen!!
    1. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Schräge Aussage! Wollen Sie damit sagen es seien Pfeiffen, aber einfach keine offensichtlichen?!
  • Kommentar von Jerome Hutter  (Jery22)
    Ich sehe nicht, inwiefern es eine Rolle spielt, aus welchen "Hautfarben" und "Geschlechtern" ein Kabinett besteht. Klar ist eine gewisse Verteilung gut und auch lobenswert, aber schlussendlich ist alleine die Eignung für eine Position von Bedeutung. Ein Land soll ja so gut wie möglich regiert werden, dafür braucht es bestenfalls nur die kompetentesten Personen.
    1. Antwort von Nicolin Uhlmann  (Nicolin uhlmann)
      Nein, das sollte keine Rolle spielen. Aber man kann davon ausgehen, dass jemand, der die FED geleitet hat, als wirtschaftsministerin taugt, oder dass ein selbst eingwanderter ein anderes Verständnis für Immigranten hat, als einer der im Land und gut betucht, zur Welt gekommen ist. Es ist unumstritten, dass die meisten Frauen einen anderen Führungsstiel haben als die meisten Männer... vielleicht im Geheimdienst keine schlechte Entscheidung... es sollte keine rolle spielen, aber das tuts eben doch
    2. Antwort von Lukas Häberli  (Yoshi)
      Ich gebe Ihnen da grundsätzlich recht jedoch müssen wir die Situation in den USA anschauen um die Signifikanz davon zu sehen. Das Land ist nicht nur politisch geteilt sondern auch ethnisch und genau da ist so etwas wie Hautfarbe wichtig, leider
    3. Antwort von Heiner Graf  (Denkeinfach!)
      Gehen Sie doch einmal davon aus, dass sich die Talente auf alle Hautfarben und Geschlechter gleich verteilen. Dann erkennen sie, wieviele Talente in der Regierung Trump ausgeschlossen waren!
    4. Antwort von Martin Niederhauser  (M.Niederhauser)
      Auch in der Achweiz wird darauf geachtet ,dass alle Landesteile.alle Sprachregionen und beide Geschlechter in der Regierung vertreten sind.Eine Regierung soll ja nicht nur eine Elite repräsentieren sondern möglichst ein Abbild der Bevölkerung sein
    5. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Ist schon so, die Kompetenz und Eignung ist entscheidend. Die Repräsentierung der verschiedenen Bevölklerungsgruppen ist jedoch auch wichtig. Man schaue nur das Geschrei in unserer kleinen Schweiz, wenn ein Kanton mal für einige Jahre zwei Bundesräte stellt. Oder stellen Sie sich vor, das Welschland wäre nicht im Bundesrat vertreten, das wäre ein Skandal und gäbe wohl Demos auf dem Bundesplatz....