Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Botschafter-Kandidatin sagt ab Überraschender Korb für Trump

  • Heather Nauert sollte alsbald neue US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen werden.
  • Doch jetzt zog die aktuelle Sprecherin von Aussenminister Pompeo ihre Bewerbung zurück.
  • Nach ihrer Nominierung vor rund zwei Monaten seien die Belastungen für ihre Familie einfach zu gross geworden, begründete Nauert ihren Schritt.
Legende: Video Auftritte von Nauert als Aussenamts-Sprecherin (engl.) abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.02.2019.

Sie galt als eine der neuen Hoffnungsträgerinnen in der Trump-Administration: Heather Nauert sollte künftig als Botschafterin die US-Politik bei den Vereinten Nationen vertreten.

Doch am Samstag wartete Nauert mit einer überraschenden Erklärung auf: Sie bewerbe sich nicht länger für den Posten, erklärte die frühere Moderatorin des Nachrichtensenders Fox News und aktuelle Sprecherin des Aussenministeriums. Ihr Rückzug erfolge «im Interesse meiner Familie».

Kritik wegen mangelnder aussenpolitischer Erfahrung

US-Präsident Donald Trump hatte die 49-Jährige im Dezember für den Posten als Nachfolgerin der zurückgetretenen UNO-Botschafterin Nikki Haley nominiert.

Dem gestrigen Job-Verzicht von Nauert war wochenlange Kritik und Spott an Trumps Personalentscheidung vorausgegangen. Nauert war früher Moderatorin des Trump-freundlichen konservativen Fernsehsenders Fox News und hatte bis zu ihrer Ernennung als Aussenamtssprecherin vor zwei Jahren keinerlei aussenpolitische Erfahrung gesammelt.

Illegal beschäftigtes Kindermädchen?

Nauerts abrupter Rückzug kam dennoch überraschend, da die Bestätigung ihrer Kandidatur angesichts der Mehrheit der Republikaner im Senat als Formsache erschien.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg News berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, ein Hintergrundcheck durch das Weisse Haus habe ergeben, dass Nauert ein ausländisches Kindermädchen beschäftigte, dass sich zwar legal in den USA aufhielt, aber keine Arbeitsgenehmigung hatte.

Seine harte Haltung in Fragen der Einwanderung ist ein Markenzeichen von Präsident Trump.

«Respekt für persönliche Entscheidung»

Der stellvertretende Aussenamtssprecher Robert Palladino erklärte nun, Trump werde schon bald seinen neuen Kandidaten bekannt geben. Und Aussenminister Mike Pompeo liess verlauten, er habe «grossen Respekt» für Nauerts «persönliche Entscheidung» zum Rückzug.

Nauert war eines der bekanntesten Gesichter des inzwischen zum Haus-Sender Trumps avancierten Kabel-Nachrichtenkanals Fox News. Gemeinsam mit KollegInnen wie Ainsley Earhardt moderierte sie das populäre aber wegen seiner einseitigen politischen Färbung kontroverse Frühstücksformat «Fox & Friends».

Kometenhafter Aufstieg

Unter Aussenminister Rex Tillerson wechselte Nauert 2017 als Sprecherin ins Aussenministerium und nutzte das dortige Vakuum zu einem fast kometenhaften Aufstieg zur Top-Diplomatin.

Als Staatssekretärin sitzt die Mutter zweier Söhne inzwischen bei wichtigen internationalen Verhandlungen mit am Tisch. Ihre diplomatische Erfahrung beschränkt sich jedoch auf eineinhalb Jahre. Sie gilt als höchst loyal zu Aussenminister Mike Pompeo und zu Trump.

US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen ist bislang Nikki Haley, die Anfang Oktober überraschend ihren Rücktritt angekündigt hatte. Der früheren Gouverneurin des Bundesstaats South Carolina werden Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.