- Die italienische Regierung will eine Zivilklage im Fall Crans-Montana einreichen.
- Sie hat damit eine Schweizer Anwaltskanzlei beauftragt.
- Rom begründet die Entscheidung mit dem direkten finanziellen Schaden für den Staat.
Der nationale Zivilschutzdienst habe erhebliche Mittel für die medizinische, psychologische und logistische Versorgung der betroffenen Landsleute nach dem Brand in der Silvesternacht bereitgestellt, schreibt das Büro von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
Weiter hiess es, dass die Beteiligung lokaler Behörden an der Entstehung des Unglücks als äusserst wahrscheinlich angesehen werde. Dies rechtfertige die entschiedene Forderung nach Schadenersatz bei allen zivilrechtlich Verantwortlichen.
Bislang habe die Walliser Staatsanwaltschaft keinen entsprechenden Antrag erhalten, teilte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in der Silvesternacht sind 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 Menschen wurden teils schwer verletzt. Sechs der Todesopfer sind Italiener, dazu kommen etwa zehn Verletzte.