Der ehemalige Neuenburger Regierungsrat Laurent Kurth wird die Rundtischgespräche zur Bewältigung der Brandkatastrophe von Crans-Montana leiten. Der Bundesrat hat Kurth gestern Mittwoch zum Präsidenten des runden Tisches ernannt.
Ex-Staatsrat leitet runden Tisch zu Crans-Montana
Als ehemaliger Finanz- und Gesundheitsdirektor im Kanton Neuenburg habe Kurth die nötige Erfahrung bei der Steuerung von sehr komplexen Verfahren mit vielen verschiedenen Interessenvertretern, begründet der Bundesrat seine Wahl. Kurth nimmt die Arbeit in seiner neuen Funktion per sofort auf.
Der Gesundheitsökonom Kurth ist heute Verwaltungsratspräsident der öffentlich-rechtlichen Gesundheitsinstitution Unisanté, zu der diverse Westschweizer Einrichtungen im Gesundheitswesen gehören.
Der runde Tisch soll die Opfer des Brandes und ihre Angehörigen mit Versicherungen, potenziell leistungspflichtigen Personen sowie den zuständigen Behörden zusammenbringen.
Dies soll den Dialog zwischen den Parteien erleichtern und die Chancen für aussergerichtliche Vergleiche erhöhen, was wiederum langwierige Verfahren und die damit verbundene Unsicherheit vermeiden soll.
Die Einsetzung eines runden Tisches ist im neuen Bundesgesetz über die Unterstützung der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana vom 1. Januar 2026 vorgesehen.
Der Bundesrat schlägt in dem Gesetz vor, dass sich der Bund mit insgesamt maximal 20 Millionen Franken an Vergleichslösungen beteiligen kann, die aus dem runden Tisch hervorgehen. Im Parlament ist dieser Vorschlag noch umstritten.