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Mays Grundsatzrede enttäuscht Hoffnungen in Brüssel
Aus Echo der Zeit vom 22.09.2017.
abspielen. Laufzeit 08:32 Minuten.
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Brexit-Rede Mays Viel weiter als vorher ist man nicht

Premierministerin May schaffte es mit ihrer Rede nicht, alle Zweifel zu zerstreuen, so die beiden SRF-Korrespondenten.

«Niemand ist hier sonderlich aufgeregt», beschreibt SRF-Korrespondent Martin Alioth die Stimmung in Grossbritannien nach der Rede von Theresa May in Florenz. Labour behaupte, die Konservativen hätten sich ihrer Position angenähert, die Liberalen ihrerseits sähen sich als einzig «echte» Brexit-Partei.

So sei denn Mays Rede keineswegs der Befreiungsschlag, der von manchen zuvor erhofft worden war. Sie zeige eher «notwendige, aber möglicherweise nicht hinreichende Konzessionen und Korrekturen der britischen Regierung».

Brüssel ist noch nicht zufrieden

Das sieht auch SRF Korrespondent Oliver Washington in Brüssel so. EU-Chefverhandler Michel Barnier habe in einem Statement nach Mays Rede klar gemacht, dass er mit den von May gemachten Aussagen noch nicht zufrieden sei – auch wenn er den konstruktiven Geist der Rede lobe.

So habe London jetzt zwar erneut zugesagt, man werde allen finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Doch diese Aussage müsse London nun zunächst Taten folgen lassen, sagt Washington.

Auch was die Rechte der im Vereinigten Königreich lebenden EU-Bürger angehe, vermisse Barnier konkrete Ideen. «Das zeigt, dass man in Brüssel nach wie vor sehr ungeduldig ist – und dabei drängt die Zeit», so Washington. Denn aus EU-Sicht kann erst substanziell weiterverhandelt werden, wenn bei der Geldfrage und bei den Bürgerrechten erhebliche Fortschritte erzielt wurden.

Für May wird es nicht einfacher

Für May, die auch innenpolitisch unter grossem Druck steht, habe die Rede von Florenz kaum die Kontrolle über ihre Regierung zurückgebracht, sagt Alioth. «Wir bleiben gleich ratlos wie zuvor.» Nur eines habe sich geändert: «Immerhin beginnt die Unsicherheit nicht schon 2019 – sondern erst 2021.»

Leute schwingen GB-, Italien- und EU-Flaggen im Gegenlicht der Sonne.
Legende: Auch wenn das Vereinigte Königreich aus der EU austritt: Die Beziehungen sollen gut bleiben. Reuters

Martin Alioth

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Porträt Martin Alioth

Der Grossbritannien- und Irland-Korrespondent von Radio SRF lebt seit 1984 in Irland. Er hat in Basel und Salzburg Geschichte und Wirtschaft studiert.

Oliver Washington

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Porträt Oliver Washington

Oliver Washington ist seit 2003 bei SRF. Ab 2007 war er Mitglied der Inland-Redaktion, seit 2014 ist er EU-Korrespondent in Brüssel. Washington hat Soziologie, Geografie und Wirtschaftsgeschichte studiert.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Guggisberg  (gugmar)
    Klar sind wir weiter. Die Erkenntnis der Untauglichkeit einer juristischen Diktatur wächst ! Das Schmiergeld der EZB wird ein Ende haben. Die Nationen finden zurück zu Ihrer wahren Bestimmung: Eigenverantwortlichkeit ! Die EU brauchts nicht. Die EU will niemand. Handel funktioniert besser ohne EU Vorschriften. Wir erkennen, dass die EU nur Blendwerk der US Besatzung in D war. Wir sind viel weiter. Wir sehen, dass es keine "Bilateralen" mit einem Hegemon gibt. Brexit so oder so. Kein Problem !
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Die Deutschland-Orientierten SRF-Journalisten und Euro Turbos wollen es halt immer noch nicht glauben und machen sich selbst etwas vor. May sollte es einfacher machen: Strich drunter und Schluss und die Deutschen halt täubelen lassen, wie das Rumpelstilzchen.
    1. Antwort von Kurt Meier  (Kurt3)
      Ja dann 1, 5 Mio. Briten in der EU müssen dann auch nach Hause . Genauso , wie die 330'000 Auslandschweizer in der EU nach Blocher's PFZ - Kündigung .
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Aus dem Breit wirt nix gscheits!