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Bundestag verabschiedet Gesetz Deutschland verbietet das Töten männlicher Küken ab Anfang 2022

  • Das millionenfache Töten männlicher Küken wird in Deutschland ab Anfang 2022 verboten.
  • Der Bundestag hat am späten Donnerstagabend ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.
  • Bisher werden in der Legehennenhaltung jährlich mehr als 40 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sie keine Eier legen und wenig Fleisch ansetzen.

Um das Töten von Küken zu verhindern, will Deutschland künftig auf ein spezielles Verfahren setzen: Das Geschlecht der Küken soll bereits im Ei bestimmt werden – männliche Küken sollen gar nicht erst schlüpfen.

Um in Zukunft auch Schmerzen für den Embryo zu vermeiden, sollen solche Methoden ab dem Jahr 2024 aber nur noch dann erlaubt sein, wenn das Geschlecht des Kükens schon in einem früheren Stadium des Brütens erkannt wird.

Gesetz lässt sich noch verzögern, aber nicht stoppen

Mit dem von Agrarministerin Julia Klöckner vorgelegten Gesetz muss sich abschliessend auch noch der Bundesrat befassen. Dieser kann das Vorhaben allerdings nur verzögern, aber nicht stoppen.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte bereits 2019 entschieden, die bisherige Praxis des Kükentötens sei nur noch für eine Übergangszeit zulässig. Denn: Tierschutzbelange seien höher zu bewerten als wirtschaftliche Interessen.

SRF 4 News, 21.05.2021, 08:30 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Rom Sch  (Romanos)
    Unverständlich, dass das nucht per sofort in Kraft treten kann!
    1. Antwort von Ursula Schmid  (Biobäuerin)
      Zuerst müssen Plätze für die Kücken geschaffen werden. Man kann sie ja nicht einfach dich selbst überlassen.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Werden auch die in Deutschland verbreiteten Kleingruppenkäfige für Hühner, wie in der Schweiz, verboten? Wenn nicht, leiden die nicht getöteten Küken einfach noch länger, bis sie geschlachtet werden.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Für mein Sonntags-Ei bezahle ich einen Franken pro Stück. Die männlichen Küken werden auf dem Hof ebenfalls aufgezogen und dann als Brathähnchen verkauft. Das kostet dann aber auch um die 40 Franken. Leider schätzen viele von denen, die es sich durchaus leisten könnten, die Lebensmittel nur wenn sie billig sind.
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Da haben Sie 100% Recht.
      Geht in die selbe Richtung wie, Bio fordern und selber dann nicht kaufen weil ein bisschen teurer.