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Provokative Atomtests China erhöht Druck auf Nordkorea

Zwei Hände zeigen auf eine Karte der Korea-Halbinsel.
Legende: Nordkorea hat in den vergangenen Jahren mehrfach Atombomben getestet, die entsprechende seismische Bewegungen auslösten. Keystone
  • China hat Nordkorea nach Darstellung von US-Aussenminister Rex Tillerson mit Sanktionen gedroht, sollte das Land einen weiteren Atomtest unternehmen.
  • Das habe die chinesische Regierung gegenüber den USA bestätigt, sagte Tillerson in einem Interview des Senders Fox News.
  • Er wertete das als Beleg dafür, dass Peking bereit sei, mit der amerikanischen Regierung zusammenzuarbeiten, um den Druck auf das isolierte kommunistische Land zu erhöhen.
  • Die USA gehen davon aus, dass Peking grossen Einfluss auf Pjöngjang hat.

Der amerikanische Aussenminister sagte dem Sender NPR, die USA seien weiterhin offen für direkte Gespräche mit Nordkorea. Aber das Land müsse sich dazu bereit erklären, sein Atomprogramm aufzugeben.

«Wir hoffen, dass wir sie davon überzeugen können, dass sie diese Waffen nicht brauchen, um die Existenz ihres Regimes sicherzustellen», sagte er. «Wir streben nicht den Kollaps des Regimes an. Wir wollen keine beschleunigte Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel. Wir wollen eine nuklearwaffenfreie Halbinsel.»

Angespannte Lage

Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt. Die USA wollen mit diplomatischen Bemühungen weiter Druck auf Pjöngjang machen. Zugleich begann das amerikanische Militär am Mittwoch mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Die Britische Tageszeitung Express berichtet von Verlegung von Kriegsmaterial der Russen nach Wladiwostok. Dies ist ca 130 Km von der nordkoreanischen Grenze entfernt. Gleichzeitig warnt Russland die USA vor einem Alleingang. Ausserdem würde das Tor-System zur Bodenabwehr eingesetzt. ( Was das ist, ist mir nicht bekannt, gebe es nur wieder)
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    1. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Putin und seine Russen sind zwar sehr talentiert im Drohen, aber sie sind intelligent genug, um die Amis nie anzugreifen.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ J. Stump: Die Drohung, auf die die Russen nun reagieren, kommen natürlich von den USA, sie haben begonnen, in Südkorea Raketenbasen aufzubauen. Stellen Sie sich vor, China oder Russland würden nahe der USA beginnen, Raketenbasen zu bauen...
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Wie würden die USA reagieren, wenn RF auf dem amerikanischen Kontinent nahe der US-Grenze Raketensysteme aufstellen würde, welche 1. als Abwehrschirm dienen können um die Antwortfährigkeit der USA nach einem atom. Erstschlag zu schwächen oder 2. einfach mit atomar bestückten Raketen geladen werden können, um die US-Abwehr zu überrumpeln? Genau dies geschieht nun in Südkorea. Man denke an die Cuba-Krise und vor allem an die Operation Northwood! Nicht NK sondern USA = Gefahr für die Welt.
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Was sollte Südkorea dann ohne USA machen? Siehe Kuba-Krise, es war auch eine unmittelbare Bedrohung, nicht mit Abwehrraketen, sondern mit Angriffswaffen!
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Das Problem sind die USA. Siehe Irak, Libyen, Syrien, Yemen, Drohungen gegen den Iran usw. Kim Jong-un hat allen Grund, sich davor zu fürchten, angegriffen zu werden. Also droht er, versucht die USA zu imponieren. Was hat er für eine Wahl? Die USA wollen sein Kopf und er weiss, was das bedeutet. Mit Machtdemonstration hat er vielleicht eine Chance?Experten sagen es: es gibt nur den Weg der Diplomatie. Das US-Verhalten verhindert dies, wie oft. Sie wollen kein selbständiges, nicht US-höriges NK.
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    3. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      H. Bernoulli: Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Genosse Castro bei der Kuba-Krise bereit war, die USA atomar anzugreifen, ganz gleich ob dann seine Insel dem Erdboden gleichgemacht worden wäre, Hauptsache er wäre bis zum Schluss an der Macht geblieben. - Werfen Sie Irak, Libyen usw. nicht immer in den gleichen Topf! Jede Region hat ihre eigenen Probleme, die schon vor dem Eingreifen der Amis bestanden. In einem sind wir uns einig: Kim hat allen Grund, sich zu fürchten.
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    4. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ J. Stump: Castro hätte dies getan, aber sicher nicht "einfach so", wohl im Rahmen einer mit der UdSSR abgesprochenen Aktion. Irak, Libyen, Syrien, Yemen usw. sind Beispiele dafür, dass die USA völkerrechtswidrig souveräne Staaten angreifen. Kim Jong-un ist nicht der Agressor, er wird von US-Kriegsverbrecher bedroht. Hört dies auf, kann der Konflikt dipl. gelöst werden, wie dies die allermeisten Südkoreaner möchten. Nicht vergessen die Verbrechen der USA gegenüber das koreanische Volk!
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    5. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      H. Bernoulli: Welche Verbrechen der USA gegenüber dem koreanischen Volk? Das ist reine sozialistische Rhetorik, so haben die Genossen schon vor 60 Jahren geredet.
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Ohne AMERIKANISCHE HILFE würde meiner Meinung nach NORDKOREA den SÜDEN der HALBINSEL in 3 bis 5 Tagen überrollt haben ohne dabei auf NUKLEARE WAFFEN zurückzugreifen ! Man überlege sich dabei folgendes : Würden die SÜDKOREANER ihren NORDKOREANISCHEN "BRÜDERN" w i r k l i c h e n Widerstand leisten ? Ich meine : Wer schießt schon gern auf seinen Bruder ??
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    1. Antwort von Michael Räumelt (MRäumelt)
      na ja, die DDR und der Schiessbefehl haben uns eines besseren belehrt.. deutsche haben auf deutsche geschossen.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Aber dabei vergessen Sie, dass der Amerikaner als Schutzmacht dort stationiert ist. Und glauben Sie wirklich die SK wollen unter der Diktator Kims leben.? Die sind doch nicht lebensmüde. Jetzt steht die US Kriegsflotte vor Busan im Süden von SK .Die Grenze im Norden von Seoul Ist bereits abgesichert. Und das weiss auch Kim, keine Chance zum Überrollen.
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