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SRF-Korrespondent Franco Battel: «Bei den Cinque Stelle bröckelts»
Aus Info 3 vom 22.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
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Cinque Stelle Luigi Di Maio tritt als Chef der Sterne-Bewegung zurück

  • Luigi Di Maio tritt als Chef der Bewegung Fünf Sterne zurück.
  • Aussenminister wolle er jedoch bleiben, sagte er vor den Medien.
  • Seiner Partei droht eine Schlappe bei den nächsten Regionalwahlen.

Luigi Di Maio hat an einer Medienkonferenz seinen Rücktritt als Chef der Fünf-Sterne-Bewegung erklärt. Den Posten des Aussenministers, den er seit September innehat, wolle er behalten. Die Leitungsaufgabe ad interim gehe über an Vize-Innenminister Vito Crimi, erklärte Di Maio bis ein neuer Chef vom Parteikongress gewählt wird.

Di Maio ist seit 2017 an der Spitze der populistischen Bewegung. Bei der letzten Parlamentswahl hatte sie noch mehr als 32 Prozent der Stimmen erreicht. Aber parteiintern ist Di Maio wegen der mehr als 30 Rücktritte von Parlamentariern unter Druck geraten. Auch Bildungsminister Lorenzo Fioramonti hatten die Bewegung verlassen und Di Maio kann den Niedergang nicht aufhalten.

Das Movimento Cique Stelle ist in der Allianz mit den Sozialdemokraten (PD) zwar die stärkere Kraft. Bei der Europawahl kamen die Fünf Sterne aber nur noch auf 17 Prozent, bei einigen Regionalwahlen sogar auf unter zehn Prozent. In Umfragen liegen sie bei nur noch um die 15 Prozent.

Am Sonntag wird in den Regionen Emilia-Romagna und Kalabrien gewählt. Den Sternen droht ein Debakel. Das wäre ein schwerer Schlag, der die Regierung in Rom ins Wanken bringen könnte. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte zu den Gerüchten über Di Maios Rücktritt, es würde ihm «auf persönlicher Ebene» leidtun, er respektiere aber dessen Entscheidung.

Partei steckt in der Krise

Die Bewegung steckt in der grössten Krise seit ihrer Gründung im Jahr 2007. Auch der Komiker Beppe Grillo, der Übervater der Partei, ist zu alt, um eine aktive Rolle zu spielen.

Im März wird sich das Movimento Cinque Stelle zu einer grossen Krisenkonferenz treffen, um sich neu zu erfinden und ihre Rolle neu zu definieren.

Zerstrittene Bündnispartner

Letzten Sommer hatte der Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, die Koalition mit den Sternen platzen lassen. Seitdem regiert die Fünf-Sterne-Bewegung mit den Sozialdemokraten (PD). Die Koalition ist allerdings bei mehreren Themen heillos zerstritten. Vor allem bei der Wahl in der wichtigen Industrieregion Emilia-Romagna will Oppositionschef Salvini zum Rückschlag ausholen.

Er rechnet sich grosse Chancen aus, auch rote Hochburgen der Sozialdemokraten erobern zu können. Für diese erwartete Wahlschlappe der Fünf Sterne wird wohl auch Di Maio verantwortlich gemacht.

SRF 4 News 14:00 Uhr; Agenturen/schp/kurn;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Eric Cerf  (Alpenjonny)
    @F. Giger: Gut möglich, dass Deine Vermutung zu trifft und die Regierung in Rom stürzt. Leider bleiben die Hauptprobleme von bella italia weiter bestehen, mit oder ohne Salvini. Die seit Jahren viel zu hohe AL, eine schwächelnde Wirtschaft, der Zerfall des ÖV, und düstere Aussichten für viele Junge. Wenn das so weiter geht, nähert sich Italien der Staatspleite. Und reisst damit den Euro in den Keller. Der Fr nähert eh noch schneller der Parität. Es gibt nichts zu feiern, Mamma mia!
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Am Sonntag ist wohl Schluss mit dieser komisch zusammengesetzten Regierung. Di Maio kann sich dann unter die Sardinen mischen während Salvini seine Wiederkehr feiern kann.
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