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Wachsende Kritik an Donald Trumps täglichem Corona-Briefing
Aus HeuteMorgen vom 23.04.2020.
abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
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Corona-Briefings von Trump Wahlkampf-Show statt Information

Regelmässig Falschaussagen und leere Versprechungen: Der US-Präsident nutzt die täglichen Briefings als Wahlkampfbühne.

Donald Trump spart nicht mit Superlativen, wenn er sich täglich um 17 Uhr an die Nation wendet. Regelmässig macht der US-Präsident Falschaussagen und leere Versprechungen. Für Probleme und Fehler sind stets andere verantwortlich – China, die Weltgesundheitsorganisation WHO, oder die Vorgängerregierung unter Barack Obama.

Journalistinnen und Journalisten greift er frontal an, wenn sie unangenehme Fragen stellen. «Ich sagte, dass Sie ein schrecklicher Reporter sind. Sie sind ein Fake», unterstellte er unlängst einem Journalisten.

Kritik von Experten

Für den Soziologen Todd Gitlin von der Columbia University ist klar, dass die täglichen Corona-Briefings mehr Show als Information bieten – sie seien ein Ersatz für seine Wahlkampf-Rallys.

Gleicher Meinung ist auch Mark Feldstein, der an der Maryland University Journalismus lehrt. Trump versuche, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und rechne sich dadurch bessere Wahlchancen aus, so Feldstein.

Leider würden die anwesenden Journalistinnen und Journalisten Trumps falsche Behauptungen oft nicht berichtigen, bedauert Soziologe Gitlin. Es wäre deshalb besser, auf eine Live-Übertragung von Trumps Corona-Briefings zu verzichten, findet Professor Feldstein.

US-Präsident Trump vor Journalisten im Pressesaal des Weissen Hauses
Legende: Täglich steht Trump Medienvertretern im Weissen Haus Red und Antwort. Keystone

Hohe Quoten, gute Werbeeinnahmen

Erst wenn die Fakten überprüft werden konnten, sollten Ausschnitte der Briefings veröffentlicht werden. Aber da US-Präsident Trump noch immer für hohe Einschaltquoten und damit für Werbeeinnahmen sorge, verzichteten die Sender wohl kaum auf Live-Übertragungen, ist Feldstein überzeugt.

Einmal mehr gelingt es Donald Trump, die Schwächen der Medien für sich zu nutzen.

Heute Morgen, 23.4.2020, 6:00 Uhr

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    Mr. Trump macht seine Sache gut.
    Er wird wieder gewählt , da können die Dems zwängeln solange sie wollen , Trump hat die Trümpfe , nicht die ewig Gestrigen nur Jammerer .
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Haben Sie je seine Shows gesehen, und seine Aussagen mit der Realität verglichen?
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    2. Antwort von Charles Grossrieder  (View)
      Ich denke der letzte Satz im Artikel sagt alles Herr Camenisch. Im PR Bereich sind sogar “Bad News Good News”. DT duerfte es ziemlich egal sein was der Rest der Welt von ihm denkt; ihm gehts rein um seine Waehler. Wenn diese beissen, dann sind sie wohl selber schuld und haben keinen anderen POTUS verdient.
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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Jeder kann sich jeden Tag sein eigenes Bild machen was da abläuft. Bei DT geht es immer nach dem Motto: willst Du nicht mein Bruder sein - so schlag ich Dir den Schädel ein.
    Die Wirklichkeit in der Pandemie sieht anders aus. Test`s ja, wenn vim Arzt verordnet oder wenn man selbst zahlt. Dem Himmel sei Dank dass die Gouverneure der einzelnen Gliedstaaten eine eigene Politik betreiben, in FL heisst es jetzt u.a. vermehrt MASKEN tragen.
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  • Kommentar von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
    Was ich bis heute nicht begreifen kann: In den USA gibt es nebst der dekadenten Mehrheit immer noch einige sehr gescheite Menschen. Wie können die zulassen, dass das Land von einem notorischen Lügner und Selbstverliebten ohne Skrupel regiert wird? Die müssten doch mit ihrer Intelligenz diesen gefährlichen Ignoranten irgendwie aus dem Amt bringen, z.B. keine Plattform für seine Wahlkampfreden mehr bieten. Aber offenbar sind auch die der Geldgier erlegen und Werbeeinnahmen sind wichtiger.
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