Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Corona-Medikament WHO gibt Startschuss für Covid-Mittel von Roche

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung empfohlen.
  • Das Mittel ist eine Wirkstoff-Kombination der US-Firma Regeneron und des Basler Pharmakonzerns Roche.
  • Die WHO appelliert an die Konzerne, bei der Handhabung der Patente in der Dritten Welt kulant zu sein.
Audio
Bund fördert Entwicklung von Corona-Medikamenten
07:42 min, aus Rendez-vous vom 17.08.2021.
abspielen. Laufzeit 07:42 Minuten.

Bei ihrer Empfehlung verweist die WHO auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Basler Pharmakonzern Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte diese Empfehlung im «British Medical Journal».

In Deutschland wird diese Antikörper-Kombination bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt. Viele Länder, die selbst keine Risikobewertungen machen können, warten aber auf solche WHO-Empfehlungen. Auch Hilfsorganisationen setzen in der Regel nur von der WHO empfohlene Mittel ein.

Hohe Kosten und knappe Produktion

Die WHO empfiehlt nun die Gabe der Mittel bei Corona-Patienten mit Vorerkrankungen, die deshalb Gefahr laufen, schwer an Covid-19 zu erkranken und dann auf Intensivstationen behandelt werden müssten. Ebenso sollen bereits schwer Erkrankte damit behandelt werden, die keine Antikörper gegen Covid-19 haben.

Video
Aus dem Archiv: Das Rennen um wirksame Covid-Medikamente
Aus Puls vom 15.03.2021.
abspielen

Herausforderung seien die hohen Kosten und die knappe Produktion, so die WHO. Deshalb werde mit Roche über niedrigere Preise, eine mögliche Schenkung und eine faire Verteilung in aller Welt verhandelt. Die WHO setzte sich dafür ein, dass auch anderen Herstellern die Produktion ermöglicht wird, damit billigere Varianten der Mittel auf den Markt kommen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete, Regeneron habe bereits in mindestens elf ärmeren Ländern Patentanträge gestellt. Sie forderte das Unternehmen auf, auf die Durchsetzung von Patenten in ärmeren Ländern zu verzichten.

SRF News, 24.09.2021, 03:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

53 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Elgyn Sulaco  (Elgyn)
    Am Anfang der ganzen Pandemie hatte Roche CEO gesagt, sie werden nicht für eune Impfung forschen und produzieren. Stand hier auf SRF. Jetzt ist doch wohl genug Geld drin, ein wenig vom Kuchen abzubekommen
    1. Antwort von Martin Ebnöther  (Venty)
      Noch jemand, der nicht lesen kann: Roche hat ein Medikament zur Behandlung einer Erkrankung entwickelt. Eine Erkrankung bekommt man, wenn man sich eben nicht impfen laesst.
      Impfung -> Vorsorge, damit nichts passiert.
      Medikament -> Wenns schon passiert ist. Alles unklar jetzt?
    2. Antwort von Daniel Jungblut  (DaYoungblood)
      Was haben Medis mit Impfung zu tun? Impfung ist billig, schützt vor Infektion, und hemmt die Weiterverbreitung. Medis sind im Vergleich zur Impfung extrem teuer und sollen den infizierten Impfleugnern helfen, sowie den armen Schweinen die zwar geimpft sind, aber von einem Impfleugner verseucht wurden.
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Roche mit seinen Milliardengewinne kann jetzt Farbe zeigen!
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Roche macht das schon seit vielen Jahren und veröffentlicht dazu regelmässig Bericht. https://www.roche.com/dam/jcr:628b6dd6-c287-4fe1-8a72-8617761fe06c/en/sust-access.pdf Natürlich weiss keiner der Kritiker irgendetwas davon.
    2. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Müller keiner der Kritiker weiss davon? Ich denke eher will davon nichts wissen weil es nicht in sein Weltbild/Schema der bösen Chemie passt...
    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      @Gion: Zwischen den Urteilen böse Pharma und Heilsbringer gäbe es da noch die Möglichkeit, berechtigte Kritik vorzubringen. Und da gibt es einiges zu kritisieren. Was hier auch gemacht wird, ich lese jedenfalls nirgends eine Forderung zur Abschaffung der Pharma und und Ersetzen durch Kräutertees. Vielleicht liegt es auch ein bisschen am eigenen Weltbild, wenn man jede konkrete Kritik am heutigen Kapitalismus oder dessen Vertretern gleich als dumme Esoterik (oder Kommunismus…) abtut.
  • Kommentar von Michael Jacober  (( ͡° ͜ʖ ͡°))
    Auf der Webseite «c19early» werden laufend Studien (es sind schon fast 1000) zu auch viel günstigeren und offenbar sogar wirkungsvolleren Arzneimitteln und Wirkstoffen ausgewertet. Casirivimab / Imdevimab ist da aber eher Mittelfeld, ausser beim Preis.
    1. Antwort von Paul Dodd  (PaulDodd)
      Ausser dexamathasone und diese Antikörper gibt es leider noch keine generelle anwendbare Medikamente. Die zwei können in einige Fälle die Spitalaufenthalte verkürzen, aber nicht für alle. Die sind auch eher komplementäre. Klassenbeste ist immer noch die Impfung. Die Wirkung von andere Medikamente ist nicht in Placebo kontrollierter Studien erweisen.