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Erneut Ausschreitungen in Belgrad
Aus News-Clip vom 09.07.2020.
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Corona-Proteste in Serbien Polizei und Demonstranten liefern sich Strassenschlachten

  • In der serbischen Hauptstadt Belgrad und anderen Städten des Balkanlandes ist es am Mittwochabend erneut zu Protesten gekommen.
  • Tausende Menschen gingen gegen die Corona-Schutzmassnahmen auf die Strassen – ungeachtet des Rückziehers von Präsident Aleksandar Vucic.
  • Gegen Mitternacht flauten die Proteste ab, die Menschenmassen lösten sich allmählich auf.

Nach ersten Medienberichten wurden mindestens zehn Polizisten verletzt. Das serbische Fernsehen berichtete, dass Kamerateams bei den Protesten in den Städten Novi Sad und Nis von Demonstranten angegriffen worden seien.

Demonstranten und die Polizei stehen sich vor dem Parlament in Belgrad gegenüber.
Legende: Die Polizei setzte nach Medienberichten Tränengas und Knüppel gegen die Demonstranten ein. Die Demonstranten warfen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizisten. Keystone

Die schon seit einigen Tagen dauernden Proteste richten sich gegen geplante drastische Massnahmen zur Eindämmung der erneut aufgeflammten Corona-Pandemie in Serbien. Präsident Vucic hatte zwar die für das Wochenende geplante Ausgangssperre zurückgenommen, dafür aber andere Massnahmen des Krisenstabs der Regierung für Donnerstag angekündigt.

In der Zeit des Corona-Ausnahmezustands von Mitte März bis Anfang Mai hatte die Regierung die Ausbreitung der Pandemie mit umfassenden Ausgangssperren bekämpft. Die Infektionszahlen gingen deutlich zurück. Doch seit gut zwei Wochen stecken sich wieder um die 300 Menschen pro Tag nachweislich mit dem Coronavirus an.

SRF 4 News, 9. Juni 2020; 6:00 Uhr;

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Boller  (Willy Boller)
    Na also, es geht doch! Am 3. Tag, d.h. gestern Donnerstag, wurde ohne Krawall und Schlägerei das Missfallen vieler Serbinnen und Serben gegenüber A. Vucic ganz zivilisiert geäussert.
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  • Kommentar von Johann Hanimann  (Bahia)
    Ich frage mich, ob Figuren im Rampenlicht, wie z.B. Djokovic, nicht ihren Teil an dieser Situation in Serbien beigetragen haben.
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  • Kommentar von Willy Boller  (Willy Boller)
    Präsident Vucic hat doch im Laufe des Nachmittags die Ausgangssperre zurückgezogen. Warum also trotzdem diese "Strassenschlachten"? Demzufolge geht es gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch um die "Freude" an Schlägereien und am Kaputtmachen.
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    1. Antwort von Anka Arandjelovic  (anka1)
      Es geht nicht um die Freude am kaputtmachen und auch nicht um den Lockdown. Die Menschen in Serbien haben genug von Vucics Politik und Diktatur. (Es gibt noch viele weitere Gründe bitte informieren Sie sich) .
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    2. Antwort von Stephanie Gort  (StephanieGort)
      Es geht eben NICHT um diese Covid-Massnahmen... es geht um Kritik an der autokratischen Regierung, um zensurierte Medien, um undemokratische Wahlen, um eiskalt gelogene Todes-/Infiziertenzahlen... DARUM gehts! Und deshalb hören die (mit grosser grosser Mehrheit friedlichen) Demonstranten auch nicht auf. Die Kommunikation von Vučić am Dienstag hat lediglich das Fass zum Überlaufen gebracht! ...nur wird darüber kaum berichtet!
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    3. Antwort von Willy Boller  (Willy Boller)
      @ anka1 + Stephanie Gort
      Doch es geht nur nur ums produzieren von Chaos. Es hat ja auch was mit Respekt und Anstand zu tun, auch wenn man anderer Meinung ist! Am lautesten schreit immer die Diaspora, im Lande selber steht ein grosser Teil nach wie vor hinter A. Vucic. Denn die Einheimischen wissen sehr wohl, wer in den letzten Jahrzehnten etwas für das Land und das Volk getan hat, wieviele tausend Arbeitsplätze geschaffen wurden und das durchschnittliche Einkommen massiv angehoben hat.
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    4. Antwort von Anka Arandjelovic  (anka1)
      Herr Boller, waren Sie schon Mal in Serbien? Haben Sie eine Rede von Herrn Vucic mitgehört und gesehen wie er den Leuten ins Gesicht lügt. Haben Sie die letzten Wahlen mitverfolgt und gesehen wir keiner die Chance hatte gewählt zu werden, weil Vucic alles kontrolliert. Ich weiss nicht von wo Sie ihre Infos haben, denn
      diese sind sicher nicht komplett.
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    5. Antwort von Willy Boller  (Willy Boller)
      @ anka1
      Oh ja, ich lebe in Serbien. Wer da jeweils lügt, bleibe für einmal dahingestellt. Immerhin haben beinahe 2/3 des Volkes A. Vucic gewählt! Ausserdem ist die Opposition so heillos zerstritten, dass sie gar nie regierungsfähig währe. Ferner haben gewisse Parteien mit der Nichtteilnahme an der Wahl ihre grösste Chance verpasst, Änderungen via das Parlament durch zu bringen. Im übrigen werden Wahlen nicht nur via Medien gewonnen. Das ist individuelle Knochenarbeit von Person zu Person!
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    6. Antwort von Stephanie Gort  (StephanieGort)
      Lieber Herr Boller, Sie liegen leider falsch. Wir leben in Belgrad und sind mit der Situation. Ja, ein grosser Teil steht hinter Vučić und wird immer hinter Vučić stehen. Genauso, wie viele Amerikaner immer hinter Trump stehen werden. Es gibt aber mindestens so viele (und wir kennen viele persönlich, die gestern FRIEDLICH auf die Strasse gingen), die das aktuelle Vučić-Regime satt haben.
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    7. Antwort von Stephanie Gort  (StephanieGort)
      @Herr Boller... dann haben wir ja mehr gemeinsam als gedacht - und umso mehr erstauen mich Ihre Aussagen, dass es nur um Schlägerei und Chaos gehe. Wie dem auch sei... unsere Diskussion zeigt gerade, wie man unterschiedlicher Meinung sein darf und auch soll... etwas, das Ihre und meine serbischen Nachbarn leider für ihr Land oft nicht behaupten können. Und dafür gehen Sie auf die Strasse...
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