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Kosovarische Präsidentin äussert sich zur Tatsache, dass viele Reiserückkehrer hospitalisiert werden müssen
Aus Tagesschau vom 01.09.2021.
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Coronavirus im Balkanland Kosovos später Aufruf zum Impfen

Die Ansteckungszahlen im Land steigen. Nun bittet die Präsidentin die Bevölkerung eindringlich darum, sich impfen zu lassen.

In Kosovo haben die Ansteckungen und die Hospitalisierungen aufgrund von Covid-19 zuletzt stark zugenommen. Das Land gilt in der EU deshalb als Hochrisikogebiet, von Reisen dorthin wird abgeraten. Das ist ein Problem für das Balkanland. Vjosa Osmani-Sadriu, die neue Präsidentin Kosovos, hat deshalb am Swiss Economic Forum (SEF) in Interlaken ihre Landsleute dazu aufgerufen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Schweizer Radio und Fernsehen am SEF

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SRF berichtet auch heute wieder live vom Swiss Economic Forum (SEF) in Interlaken.

  • SRF 3 von 12.15 – 15.00 Uhr
  • SRF 4 News von 15.00 – 15.30 Uhr
  • SRF Info von 8.30 – 11.50 Uhr und 13.55-15.50 Uhr

Alle Kosovarinnen und Kosovaren in der Schweiz und in der Heimat sollen sich bitte gegen Covid-19 impfen lassen, so ihr Appell. Als eines der letzten Länder in Europa hatte der Kosovo erst diesen Frühling, nach den Wahlen, eine Impfkampagne gestartet. Trotzdem lockerte die neue Regierung diesen Sommer die Restriktionen, um Touristinnen und Touristen ins Land zu lassen und so an Devisen zu kommen.

Impfskepsis und fehlende Impfdosen

Osmani-Sadriu wehrt sich gegen den Vorwurf, dabei zu grosse Risiken eingegangen zu sein. Die Republik Kosovo habe ähnliche Lockerungen beschlossen wie andere Länder. Auch seien ihre Landsleute nicht grundsätzlich impfskeptischer als anderswo auf der Welt. Das sei eine Minderheit, die es noch zu überzeugen gelte. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung wolle sich impfen lassen, so die 38-jährige Präsidentin.

Nur fehlten noch Impfdosen. Sie hoffe auf Lieferungen aus Ländern wie der Schweiz, um bis Ende Jahr 70 Prozent der Bevölkerung geimpft zu haben. Die Zeit drängt: Kosovo braucht Investitionen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Und dabei ist der Stempel «Hochrisikogebiet» hinderlich.

Nach den Balkanferien in Spitalpflege

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Unter den in der Schweiz hospitalisierten Covid-Patientinnen und -Patienten sind viele Reiserückkehrer. Das bestätigt Stephan Jakob, Chefarzt am Inselspital in Bern: «Die Ferienrückkehrer spielen eine grosse Rolle. Rund 30 Prozent unserer Patienten wurden effektiv zurückgeholt – nochmals etwa so viele Erkrankte reisten selbständig nach Hause und kamen danach zu uns.»

Auch im Kantonsspital St. Gallen liegen, wie es dort heisst, «grossmehrheitlich» Rückkehrer aus dem Balkan. In Luzern betrifft es laut Aussagen gegenüber SRF rund die Hälfte aller Covid-Patientinnen und -Patienten. Und auch in der Hirslanden Klinik Aarau handelt es sich vermehrt um Patientinnen und Patienten, die sich in den Ferien im Südostbalkan mit dem Coronavirus infiziert haben.

Përparim Avdili, im Vorstand des FC Kosova und Zürcher Gemeinderat, ist geimpft und selbst in Kosovo und Nordmazedonien in den Ferien gewesen diesen Sommer. «Der zentrale Punkt, der dort fehlt, ist effektiv die Handhabung des Covidzertifikats. Die 3G-Regel, wie man sie hier kennt, hat noch nicht funktioniert respektive ist noch nicht umgesetzt.»

Sorgenvoller Blick auf Herbstferien

Florim Cuculi, Co-Chefarzt der Kardiologie am Luzerner Kantonsspital, sagt, er habe dies ebenfalls so erlebt: «Vieles ist schiefgegangen. Die Regeln, die zwischenzeitlich galten, wie etwa die Sperrstunde, sind auf die Sommerferien hin aufgehoben worden.»

Audio
Ziel der Präsidentin der Republik Kosovo: 70 Prozent Geimpfte
01:58 min, aus HeuteMorgen vom 02.09.2021.
abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.

Ungeimpfte Touristen seien auf ungeimpfte Einheimische gestossen. «Das war, wieso es zu einer Explosion der Infektionszahlen kam.» Der in Nordmazedonien geborene Albaner spricht von einem regelrechten «Fiasko», und im Hinblick auf die kommenden Herbstferien appelliert er: «Wir müssen dafür sorgen, dass sich das nicht wiederholt.» Zögerer, in der Schweiz und im Balkan, müssten sich nun dringend impfen lassen.

SRF 4 News, 02.09.2021, 06:35 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Hardy Melotti  (Gottardo)
    Dann müssen Heimkehrer aus Kosovo halt 14 Tage in Quarantäne.
    So einfach ist das.
  • Kommentar von Philipp M. Rittermann  (airmaster1)
    im kosovo sind 11.4% der bevölkerung durchgeimpft. sind fragen? - eben.
    1. Antwort von Christoph Ansermot  (Nergal)
      In der Schweiz sind 10'500 daran gestorben, im Kosovo sind nur 2'530 daran gestorben. Sind fragen? - eben. ;)
    2. Antwort von Dominique Schurtenberger  (Schurti)
      Herr Ansermot: das wären somit 4,1x mehr Tote in der CH, als im Kosovo. Welch Zufall, dass auch die CH-Bevölkerung 4,4x höher ist, als jene des Kosovo. Die Bezeichnung, dass "Nur" 2'530 gestorben sein sollen, ist somit offensichtlich relativiert.
    3. Antwort von Matthias Gürlet  (M.Gürlet)
      @C.Ansermot

      Schweiz: ca. 8.5Mio Einw. / Verstorben 10500 / auf Bevölkerung ca.0.12%

      Kosovo: ca. 1.8Mio Einw. / Verstorben 2530 / auf Bevölkerung ca. 0.14%

      Sind fragen? eben....
    4. Antwort von robert mathis  (veritas)
      ( Nergal) Sie haben vergessen zu erwähnen wie viele Rückkehrer inzwischen auf unseren Intensivstationen liegen die ev.im Kosovo gestorben wären zudem was sollen diese unbewiesenen Zahlen nur noch peinlich….
  • Kommentar von Philipp M. Rittermann  (airmaster1)
    entschuldigung. und jetzt ist noch die schweiz schuld? - wir haben einfach zuviele hier hereingelassen. ich kann es gar nicht anders sagen. profitieren ja, verantwortung nein. tragisch.
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Herr Rittermann, Wie kommen Sie zu dieser Annahme? Nirgends im Bericht erkenne ich einen Hinweis auf das, was Sie anspielen. Soll das ein "kleiner" Seitenhieb sein?
    2. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Ich kann dem Artikel auch nicht entnehmen, dass die Schweiz schuld sein sollte, Herr Rittermann. Mir scheint, Ihr Kommentar liege weit ab vom Thema, seltsam, dass er überhaupt freigeschalten wurde - weil eben nicht zum Thema widerspricht es der Netiquette.
    3. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Herr Rittermann amTV gehört dass in den Balkanstaten massenhaft gefälschte Covit certifikate verkauft werden die dann hier missbraucht werden so viel zur Selbsverantwortung ,darum liegen auch so viele von ihnen bei uns auf den Intesivstationen.